Karl und Co. überzeugen

Kompany bremst Talent-Euphorie bei Bayern: "Es geht nicht um einen Hype"

Bayern-Trainer Vincent Kompany hat vor überzogenen Erwartungen an die Campus-Talente um Lennart Karl gewarnt.

München – Vor dem Supercup-Duell gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend hat Bayern-Trainer Vincent Kompany vor überzogenen Erwartungen an die Campus-Talente um den erst 17-jährigen Lennart Karl gewarnt. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel lobte er zwar die Nachwuchsarbeit, mahnte aber zugleich trotzdem zu Geduld.

Lennart Karl

„Wir sind sehr stolz, wenn wir junge Spieler aus dem Campus in die erste Mannschaft bringen können, wie Lennart Karl. Aber nicht nur ihn, wir hatten sogar Spieler aus der U17 vor vier, fünf Monaten nach oben gebracht. Aber natürlich kann nicht jeder immer gleich ein Bayern-Spieler werden“, erklärte der Coach.

Karl glänzt bei Bayern-Siegen in der Vorbereitung

Kompany stellte klar, dass der Weg in die erste Elf Zeit brauche: „Es kommt auch auf die Position an, nicht jeder kann sofort spielen. Und es ist auch normal, dass nicht jeder ohne Umwege sofort bei den Profis ankommt. Auf lange Sicht sind wir gut aufgestellt, was die Jugend anbetrifft, und sie werden ihre Chance bekommen im Laufe der Spielzeit, nicht in jedem Spiel gleich.

Die jungen Spieler müssen warten auf ihre Chance – und dann da sein. Lasst uns und ihnen bitte ein bisschen Zeit geben – und dann werden wir neue, deutsche Talente beim FC Bayern haben. Das ist ein langfristiger Prozess, es geht nicht um einen Hype, sondern um eine erfolgreiche Karriere für sie.“

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Im Fokus steht derzeit vor allem Shootingstar Lennart Karl. Der erst 17-Jährige sorgte in der Vorbereitung für Aufsehen und spielte sich mit frechen Dribblings, hohem Tempo und sehenswerten Treffern ins Rampenlicht. Bei den Testspielen gegen Tottenham Hotspur und Grasshopper Zürich glänzte er als Torschütze und Vorbereiter, was den Vergleich mit Klublegende Franck Ribéry befeuerte. Auch die Hoffnung, er könne ähnlich wie Jamal Musiala den direkten Sprung vom Campus in die Stammelf schaffen, ist groß.

Karl selbst hatte zuletzt klargestellt, dass er auch in Pflichtspielen eine Rolle spielen will. Seine Rückennummer 42 – wie einst Musiala – ist bereits fix, im Profikader ist er zunächst als Backup für Michael Olise eingeplant. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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