Wie in seinen besten Zeiten

Im Bayern-Training zeigt Kompany maximalen Einsatz

FCB-Trainer Vincent Kompany galt als herausragender Verteidiger. Auch nach seiner aktiven Profi-Laufbahn zeigt er seinen Bayern-Schützlingen noch, wie es geht.

München – Ein recht ungewöhnliches Bild an der Säbener Straße: Der Trainer nimmt aktiv am Training teil. Erfolgstrainer Vincent Kompany ließ sich unter der Woche nicht lumpen und zeigte vollen Körpereinsatz im Bayern-Training. Der ehemalige Innenverteidiger schnürte seine Fußballschuhe und kickte mit seinen Spielern mit.

Vincent Kompany hat es noch drauf.

Kurz vor dem elften Spieltag in der Bundesliga und dem anstehenden Spiel gegen den SC Freiburg wirkte der 39-Jährige aktiv im Training mit. In einem Videoclip, den der FC Bayern München auf dem hauseigenen Instagram-Kanal postete, ist zu sehen, wie Kompany mit einem Leibchen übergestreift aktiv an einer Trainingsübung teilnimmt.

Kompany hängt sich selbst im Training rein

Der Bayern-Coach wirkt dabei sichtlich amüsiert, kann sich ein breites Grinsen nicht verkneipfen. Kompany verteilt Bälle, lässt seine Bayern-Schützlinge teilweise aussteigen und legt sich selbst im Zweikampf voll ins Zeug. Gegen Shooting-Star Tom Bischof zieht der ehemalige Manchester-City-Kapitän jedoch einmal den Kürzeren, woraufhin beide herzlich lachen müssen.

Dem Cheftrainer des FC Bayern ist das Feuer deutlich anzumerken, es wirkt fast so, als wolle Kompany am liebsten wieder aktiv mitspielen. In den Kommentaren des Clips bekommt Kompany viel Zuspruch durch die Fans. Auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel fragte ihn ein englischer Journalist, was er von seinen Spielern lernen könne, wenn er ins Training mit eingebunden wird.

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
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„Ich bin einer der wenigen Leute, der sagen kann, dass er ein Spielertrainer war“, antwortete Kompany lachend auf die Frage. Bei seiner ersten Station in Belgien, beim RSC Anderlecht, hatte Kompany sowohl die Spieler- als auch die Trainerposition bekleidet – eine Seltenheit im Profifußball. „Es ist manchmal einfach gut, in ihrer Mitte zu sein. Das durchbricht Wände. Wenn du spielst und siehst, der Coach macht auch Fehler und verliert den Ball, ist das mal gut.“ Kompany ließ aber auch verlauten, dass er es nicht mehr schaffe in jedem Training aktiv mitzuwirken.

„Solange ich das noch schaffe, ist das nicht schlecht. Unglücklicherweise habe ich mich bei den letzten Malen immer verletzt“, erklärte der 39-Jährige. Und dann brachte Kompany zum Abschluss den gesamten Presseraum zum Lachen. „Als wir zur Klub-WM fliegen wollten, war ich zu spät am Flieger. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich hatte mich beim Training verletzt und musste zum MRT und schauen, ob ich mitfliegen kann. Das war wieder ein Zeichen für mich, warum ich meine Karriere beendet habe.“ (LF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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