Saftige Geldstrafe
Iran drohen im Falle eines WM-Boykotts harte Sanktionen
Politische Spannungen im Nahen Osten könnten den Iran zur WM-Absage bewegen. Finanzielle und sportliche Folgen drohen.
Die politische Lage im Nahen Osten hat die Teilnahme des Iran an der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada stark verkompliziert. Der iranische Fußballpräsident Mehdi Taj äußerte sich zuletzt skeptisch über die Teilnahme: „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken. Das US-Regime hat unser Heimatland angegriffen – das ist ein Vorfall, der nicht unbeantwortet bleiben wird.“
Nun steht ein möglicher iranischer Boykott des Turniers im Raum. Sollte es wirklich dazu kommen, dass die Nationalmannschaft von der WM zurücktritt, drohen dem Land erhebliche finanzielle und sportliche Konsequenzen. Laut den Regularien der FIFA könnte ein solcher Rückzug den Iran teuer zu stehen kommen.
Im Falle eines iranischen Boykotts: Geldstrafen und WM-Ausschluss drohen
Der Iran müsste im Falle eines Rückzugs spätestens 30 Tage vor dem ersten Spiel mit einer Geldstrafe von mindestens 250.000 Schweizer Franken (ca. 275.000 Euro) rechnen. Erfolgt der Rückzug weniger als 30 Tage vor dem Turnierbeginn, beträgt die Mindeststrafe 500.000 Schweizer Franken (ca. 550.000 Euro).
Darüber hinaus wäre das Land verpflichtet, alle von der FIFA erhaltenen Gelder zurückzuzahlen. Dazu zählen 1,5 Millionen US-Dollar für die Vorbereitungskosten und ein Preisgeld von mindestens neun Millionen US-Dollar, das den Mannschaften zusteht, die bei der WM die Plätze 33 bis 48 belegen.
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Aber ein Rückzug hätte nicht nur finanzielle, sondern auch sportliche Folgen. Der Iran könnte von der Teilnahme an der WM 2030 ausgeschlossen werden, wie aus dem Regelwerk der FIFA hervorgeht. Dies wäre ein schwerer Schlag für die iranische Fußballgemeinschaft, die sich seit Jahren intensiv auf die Teilnahme an internationalen Turnieren vorbereitet.
Sollte der Iran tatsächlich von der WM zurücktreten, könnte eine andere asiatische Mannschaft den freigewordenen Platz einnehmen. Als mögliche Nachrücker gelten der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate, die beide im Kampf um den letzten WM-Platz in den interkontinentalen Playoffs gegeneinander angetreten sind.
Diese Möglichkeit wird von der FIFA in Erwägung gezogen, um den reibungslosen Ablauf des Turniers zu gewährleisten. Doch noch ist nichts entschlossen. Der Weltverband beobachtet die Lage genau, um die Sicherheit aller qualifizierten Mannschaften zu gewährleisten. Ein Rückzug des Iran wäre jedenfalls historisch und hätte weitreichende Folgen für das Land. (hbr)
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