„Suchen Sie Schutz“
Ist die WM in Mexiko in Gefahr? Auswärtiges Amt warnt vor Reisen
Eigentlich soll die WM 2026 für Mexiko ein absoluter Höhepunkt werden. Doch die Zustände im Land sind derzeit mehr als kritisch.
Nach dem Ende der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina steht in wenigen Monaten schon das nächste große Sport-Highlight vor der Tür: die WM in Mexiko, Kanada und den USA. Politisch ist die Stimmung vor dem Turnier ohnehin schon aufgeladen, denn die Situation zwischen den USA und Mexiko ist angespannt, nun kommt allerdings noch ein weiteres Problem hinzu.
Denn in Teilen von Mexiko kommt es zu schlimmen Ausschreitungen und gefährlichen Szenen. Grund für die Eskalation ist der Tod von Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes (59), Anführer des berüchtigten Jalisco-Kartells (CJNG). Die Organisation gilt als eine der brutalsten und gefährlichsten der Welt. Cervantes wurde bei einer Razzia der mexikanischen Armee tödlich verletzt. Darauf folgten Racheaktionen wie barrikadierte Straßen oder brennende Banken und Apotheken.
Mehrere WM-Duelle in Mexiko geplant
„Suchen Sie Schutz und bleiben Sie in Ihren Unterkünften“, heißt es vom US-Außenministerium. Das deutsche Auswärtige Amt veröffentlichte mittlerweile auch eine Reisewarnung für mehrere Bundesstaaten. Könnten unter diesen Umständen wirklich WM-Spiele im Land stattfinden? Nicht nur Spieler, auch Fans wären unter diesen Umständen großen Gefahren ausgesetzt.
Eigentlich sollen in Mexiko einige Highlight-Duelle stattfinden. Unter anderem soll das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika in Mexiko-Stadt stattfinden. In Guadalajara steht unter anderem das Top-Duell zwischen Uruguay und Spanien auf dem Spielplan. Als dritter Austragungsort ist Monterrey vorgesehen.
Die finalen Teilnehmer der WM 2026 – Mehrere Debütanten und historische Türkei




Die deutsche Nationalmannschaft wäre von möglichen Veränderungen erst einmal nicht betroffen. Der DFB spielt in Houston, Toronto und New York. Ob und wie eine Eskalation in Mexiko die WM-Pläne überhaupt beeinflussen würde, ist derzeit noch vollkommen unklar. Ein möglicher Plan B ist auch nicht bekannt. Noch sind es 108 Tage bis zum Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt. (DaHee)
Rubriklistenbild: © IMAGO / STEINSIEK.CH / Stringer
