Wechsel geplatzt?

Jadon-Sancho-Saga geht weiter und nimmt verrückte Wendung

Jadon Sancho hat im Hinblick auf seine Zukunft wohl für eine erneute Wendung gesorgt. Der sicher geglaubte Transfer des ehemaligen BVB-Stars droht zu scheitern.

Manchester / Rom – Die Zukunft von Jadon Sancho bleibt offenbar weiterhin ungeklärt und der Transferpoker um den Engländer ist um ein Kapitel erweitert worden. Wie Transferexperte Fabrizio Romano berichtet, hat Sancho das Angebot von der AS Rom abgelehnt, weshalb ein Wechsel aktuell zu scheitern droht.

Die Transfergerüchte um BVB-Liebling Jadon Sancho flachen nicht ab.

Erst kürzlich war berichtet worden, dass die Roma und Manchester United sich auf einen Transfer des 25-Jährigen geeinigt hatten. Demnach habe ManUnited ein Leihangebot mit anschließender Kaufpflicht in Höhe von 22 Millionen Euro akzeptiert. Jetzt scheint Sancho die Pläne der beiden Vereine zu durchkreuzen. Beim englischen Rekordmeister hat Sancho trotz Vertrag bis 2026 keine Zukunft mehr.

BVB bei Sancho noch im Rennen? Eine Spur führt in die Türkei

Schon die vergangenen eineinhalb Jahre hatte er leihweise bei Borussia Dortmund (Saison 2023/24) und beim FC Chelsea (2024/25) verbracht. Die Blues hätten ihn durch eine Kaufpflicht fest verpflichten müssen, zahlten stattdessen allerdings eine Strafe über rund sieben Millionen Euro und schickten ihn zu ManUnited zurück. Seitdem suchen die Red Devils verzweifelt nach einem Abnehmer für den einst für 85 Millionen Euro verpflichteten Offensivspieler.

Ebenfalls interessiert ist laut Romano Besiktas Istanbul, allerdings laufen derzeit keine Verhandlungen mit dem türkischen Traditionsklub, da Sancho sich alle Optionen in Europas Top-Ligen offenhalten möchte. Sollte sich bis zum Deadline Day am 01. September nichts ergeben haben, könnte der ehemalige Nationalspieler einen Wechsel in die Türkei, wo das Transferfenster noch bis zum 12. September geöffnet hat, in Erwägung ziehen.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der BVB dürfte die Entwicklung um Sancho derweil aus der Ferne beobachten. Bis zuletzt galten die Westfalen ebenfalls als potenzieller Abnehmer, jedoch soll es intern Zweifel an einer erneuten Rückholaktion geben. Sancho selbst sorgte jüngst zudem für Wirbel, in dem er sämtliche Beiträge mit BVB-Bezug auf seinem Instagram-Kanal entfernte.

Ob das ein Zeichen dafür war, dass eine erneute BVB-Rückkehr endgültig vom Tisch ist, ist unklar. Nach dem womöglich geplatzten Wechsel in die italienische Serie A bleibt die Zukunft des United-Stars aber wohl weiterhin offen, während den beteiligten Personen langsam, aber sicher die Zeit davonrennt. (dwe)

Rubriklistenbild: © Jacques Feeney/Offside via Imago

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