Direkt nach dem Training
DFB-Kapitän Kimmich und Nagelsmann führen langes Chef-Gespräch vor WM-Start
Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann suchen kurz vor dem Beginn der WM 2026 sichtbar den direkten Austausch. Ging es um die Taktik gegen Curaçao?
Für die deutsche Nationalmannschaft geht es wenige Tage vor dem Beginn der WM 2026 so langsam in die heiße Phase. Der ersten öffentlichen Trainingseinheit im frisch bezogenen DFB-Quartier in Winston-Salem wohnten dann auch gleich mal tausende begeisterte Fans bei. An unterhaltsamen Szenen sollte es jedenfalls nicht mangeln.
So feierte zum einen Torhüter Manuel Neuer nach seiner Wadenverletzung sein Trainingscomeback beim DFB. Zum anderen konnten die Zuschauer einen glänzend aufgelegten Leroy Sané bestaunen, was auch an den fünf auffälligen Ohrringen lag, die er während der Einheit trug. Und dann war da noch eine interessante Szene zwischen DFB-Kapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann zu beobachten.
Bundestrainer Nagelsmann und DFB-Kapitän Kimmich bei intensivem Austausch beobachtet
Die beiden standen nach der abgeschlossenen Trainingssession noch lange zusammen, redeten intensiv, gestikulierten und lachten zusammen. Worüber sich die beiden DFB-Chefs in dem rund 20-minütigen Gespräch wohl ausgetauscht haben? Etwa über die Taktik im deutschen WM-Eröffnungsspiel gegen Curaçao? Oder welche Spieler im Training Eindruck hinterließen und sich für die Startelf empfehlen konnten?
Für Kimmich ist die XXL-Weltmeisterschaft mit insgesamt 104 Spielen ein ganz besonderes Turnier. Immerhin führt er das DFB-Team erstmals als Kapitän aufs Feld. Nach dem jeweiligen Vorrunden-K.o. bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Russland und Katar ist der Druck auf ihn und die weiteren Führungsspieler entsprechend groß.
Das Quartier der DFB-Elf bei der WM 2026: Billard, Schach und ganz viel Idylle




Die verzweifelten und ehrlichen Worte von Kimmich nach dem enttäuschenden Abschneiden in Katar dürften dem einen oder anderen Fan noch in Erinnerung sein. „Das ist heute der schwierigste Tag meiner Karriere“, erklärte er damals sichtlich angeschlagen. „Das ist für mich schon nicht einfach zu verkraften, weil ich persönlich mit dem Misserfolg in Verbindung gebracht werde.“
Nun bietet sich für ihn die Möglichkeit, sportlich und auch als Anführer dieser Nationalmannschaft ein anderes Bild zu prägen. Das gilt auch für Nagelsmann, der zuletzt viel Kritik einstecken musste und nach dem bitteren EM-Aus gegen Spanien seine Ankündigung, 2026 um den WM-Titel spielen zu wollen, mit Taten untermauern möchte. Nach dem intensiven Chef-Gespräch ging es für den Bundestrainer und DFB-Kapitän übrigens direkt zu den Fans – dort warteten schließlich tausende Fans auf Autogramme. (kus)
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