Neue FIFA-Norm bei der WM
Julian Nagelsmann dank neuer Regel bis ins Viertelfinale geschützt
Eine neue Regel bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada sorgt für eine entscheidende Entlastung im DFB-Team.
Bundestrainer Julian Nagelsmann muss beim abschließenden WM-Gruppenspiel gegen Ecuador keine Gelbsperren fürchten. Eine neue FIFA-Regel sorgt dafür, dass Gelbe Karten schon nach der Gruppenphase aus dem Strafenregister für mögliche Sperren gestrichen werden. Für Nagelsmann eröffnet sich damit ein seltener Luxus: Er kann rotieren, ohne Sperren fürchten zu müssen. Daran kann auch die spannende Schiri-Ansetzung gegen Ecuador nichts ändern.
Für die erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragene Weltmeisterschaft hat die FIFA die Regularien rund um Gelb-Sperren grundlegend angepasst. Da die K.-o.-Runde durch das erweiterte Turnierformat um eine Runde gewachsen ist, werden Verwarnungen nun zweimal aus dem persönlichen Sündenregister gestrichen.
Neue WM-Regel: Gelbe Karten verfallen direkt nach Ecuador-Spiel
Das erste Zurücksetzen erfolgt nach Abschluss der Gruppenphase, das zweite nach dem Viertelfinale. Eine Gelbe Karte gegen Ecuador würde damit sofort wieder aus der Wertung entfallen. Gesperrt werden könnte ein Spieler frühestens beim Erreichen des Viertelfinals — und auch nur dann, wenn er sowohl im Sechzehntel- als auch im Achtelfinale verwarnt worden wäre.
Gelb-Rote Karten behalten hingegen ihre Sperrwirkung für das jeweils nächste Spiel. Bei direkten Roten Karten entscheidet die FIFA individuell über das Strafmaß. Deutschland steht nach Siegen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) bereits als Gruppensieger fest. Das gibt Nagelsmann die Möglichkeit, seine Stammkräfte zu schonen und bislang unberücksichtigte Spieler einzusetzen.
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Sechs Feldspieler haben noch keine einzige WM-Minute absolviert: Malick Thiaw, Angelo Stiller, Pascal Groß, Maximilian Beier, Assan Ouedraogo und Nick Woltemade, der mit einem Mentaltrainer an seiner Form arbeitet. Auch die Torhüter Oliver Baumann und Alexander Nübel kamen bislang nicht zum Einsatz. Da keine Sperren drohen, muss Nagelsmann bei seiner Aufstellung keinerlei Rücksicht auf Verwarnungsrisiken nehmen.
Die einzige personelle Sorge betrifft Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wird für die restliche WM ausfallen. Sonst präsentiert sich der DFB-Kader in bemerkenswerter Verfassung: kein einziger gesperrter Spieler, keine Verwarnung, volle Flexibilität für den Bundestrainer. (cb)
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