DFB-Coach spricht über Bayern-Star
Julian Nagelsmann deutet überraschende WM-Entscheidung um Goretzka an
Julian Nagelsmann hat klare Vorstellungen von seinem WM-Kader. Bayern-Star Leon Goretzka spielt in seinen Planungen offenbar eine große Rolle.
Knapp drei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat Julian Nagelsmann ein ausführliches Interview mit dem Kicker geführt und darin einige Einzelheiten zu seinem voraussichtlichen WM-Kader enthüllt. Besonders überraschend waren für viele die Worte über Leon Goretzka, dem der Bundestrainer einen Stammplatz für das Turnier in Aussicht gestellt hat.
„Stand jetzt wird Leon Goretzka, trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen und eine ähnliche Rolle haben wie in der WM-Quali“, betonte der 38-Jährige. Nachdem Goretzka unter Nagelsmann das komplette Jahr 2024 und damit auch bei der Heim-EM außen vor war, setzte der Bundestrainer danach wieder regelmäßig auf ihn. Seit Anfang 2025 stand der Star des FC Bayern in neun von zehn Spielen in der Startelf und durfte dabei sechsmal durchspielen.
Nagelsmann stellt Bayern-Star Goretzka WM-Stammplatz in Aussicht
Nagelsmann begründet seine Vorliebe für den 67-fachen Nationalspieler vor allem mit dessen Offensivqualität. „Weil er einer ist, der auch in den Sechzehner geht, der kopfballstark ist und eine gute Wucht mitbringt.“ Viele hätten im zentralen Mittelfeld wohl dem Duo Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović bessere Chancen zugerechnet, doch eine Doppelsechs aus den beiden wird es laut Nagelsmann nicht geben.
„Wir brauchen für den offensiveren Part ein etwas anderes Profil, aber einer von beiden hat auf jeden Fall gute Chancen zu spielen“, so der DFB-Coach, der im defensiven Mittelfeld grundsätzlich eine Problemstelle sieht. „Wir vermissen in Deutschland schon einen richtig stabilen, zweikampfstarken Sechser – auch in der Luft.“ Das Profil, „dass einer in der Luft richtig abräumt und eine gewisse Physis mitbringt“, habe man kaum.
DFB-Kader für die WM 2026: Wenn Nagelsmann heute nominieren müsste




Anton Stach, der im Sommer in die Premier League gewechselt ist, ist für diese Position laut Nagelsmann nicht die Idealbesetzung. „Er schlägt sich dort gut, aber er ist nicht besonders kopfballstark und auch kein herausragender Balleroberer. Außerdem bevorzugt er es, das Spielgeschehen vor sich zu haben“, so seine Analyse über den ehemaligen Hoffenheim-Star. Die Zeichen für ein Goretzka-Comeback bei einem großen Turnier stehen damit so gut wie lange nicht. (dwe)
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