„Einmal Adler, immer Adler“

Kevin Trapp verkündet Eintracht-Abschied – und hat dabei Tränen in den Augen

Eintracht Frankfurt ohne Trapp. Für viele Anhänger der Adlerträger kaum vorstellbar, seit Dienstagabend aber Gewissheit. Zum Ende wird es höchst emotional.

Frankfurt – „Willkommen zurück in der Hauptstadt.“ Mit diesen Worten verkündete Ligue-1-Aufsteiger Paris FC den Wechsel von Eintracht-Ikone Kevin Trapp. Am Dienstagabend ging es dann plötzlich alles doch ganz schnell. Der 35-Jährige hatte den Medizincheck bestanden und erhält einen Vertrag bis 2028. Doch ganz so leicht war das für Trapp natürlich nicht.

Kevin Trapp beim „Königsklassen-Endspiel“ gegen Freiburg

In 383 Pflichtspielen hatte er für die Eintracht auf dem Platz gestanden, zuletzt dann auch als Kapitän – und die Mannschaft zur Qualifikation für die Champions League geführt. Bei EintrachtTV sagte Trapp: „Das macht mich persönlich unfassbar stolz!“ Sportlich vollbracht mit einem Sieg im „Königsklassen-Endspiel“ beim SC Freiburg.

Torwart Kevin Trapp hat bei Abschied von Eintracht Frankfurt Tränen in den Augen

„Es war sowas von klar, dass wir dieses Finale in Freiburg haben würden und den Sack nicht vorher zumachen. Das habe ich in meiner Zeit in Frankfurt gelernt: Es gibt kein ruhiges Jahr, wo man vorzeitig mal für Klarheit sorgt. Das gibt es einfach nicht. Diese Story, wie die Saison zu Ende ging, war definitiv Eintracht-like“, sagte der Torwart und lachte bei diesen Worten. 

Bei einem Video für die eigenen Social-Media-Kanäle erwischte es Trapp aber schließlich emotional. Gewohnt schick gekleidet, mit dem grünen Torwart-Trikot auf dem rechten Knie, setzte die Vereinslegende zum finalen Abschied an: „Liebe Eintracht-Familie, als ich mit 22 Jahren nach Frankfurt gekommen bin, habt ihr mich an die Hand genommen, mir geholfen, mich zu entwickeln und mir sportlich und menschlich für die größte Zeit meiner Karriere ein Zuhause gegeben.“

Kapitän, Fashionist, Held von Sevilla: Die Karriere von Kevin Trapp

Wo die Profi-Karriere begann: Als Jugendlicher wechselt Kevin Trapp vom SV Mettlach zum 1. FC Kaiserslautern.
Dort durchläuft er die berüchtigte Torwartschule von Gerry Ehrmann und reiht sich damit in eine Linie mit Roman Weidenfeller, Florian Fromlowitz und Tim Wiese ein. Zur Saison 2011/2012 setzte sich Trapp über weite Strecken der Spielzeit als Nummer 1 gegen Tobias Sippel durch und sammelte Bundesliga-Erfahrung.
Dabei kreuzen sich auch die Wege mit seinem späteren langjährigen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt.
Im Sommer 2012 erfolgte schließlich der Wechsel aus der Pfalz zum Südwest-Rivalen an den Main, wo Kevin Trapp im Beisein von Bruno Hübner vorgestellt wurde.
Kapitän, Fashionist, Held von Sevilla: Die Karriere von Kevin Trapp

Mehrmals stoppte er kurz bei diesen Sätzen, Trapp kamen die Tränen. Stockend setzte er fort: „Es lässt sich kaum in Worte fassen, was wir gemeinsam erlebt haben, durch welche emotionalen Höhen und Tiefen wir gegangen sind! Der Zusammenhalt in diesem Verein hat dafür gesorgt, dass wir Unmögliches möglich gemacht haben. Ich bin unglaublich stolz, das alles miterlebt zu haben!“

Mit den Worten „Einmal Adler, immer Adler“ schloss er letztlich den Beitrag und verabschiedete sich Richtung Paris. Seinem Sehnsuchtsort, wo er bereits von 2015 bis 2019 beim großen Hauptstadt-Klub Paris St. Germain das Tor hütete. Nun geht es also zu einem erst einmal eine Nummer kleineren Klub Paris FC – doch die Ambitionen beim Aufsteiger sind riesig. Und mit der Verpflichtung von Eintracht-Ikone Kevin Trapp nochmal etwas gestiegen. (rele)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Heiko Blatterspiel

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