„Weil er authentisch ist“
Max Eberl enthüllt Wutanfall von Vincent Kompany
Vincent Kompany strahlt meist große Ruhe aus. Max Eberl verrät im exklusiven Interview mit Absolut Bayern, dass der Trainer intern jedoch auch ganz anders auftreten kann.
Ruhig und besonnen in der Wortwahl, rundum sympathisch im Auftreten und manchmal auch emotional. So ähnlich würden wohl die meisten Fans Bayern-Trainer Vincent Kompany nach knapp zwei Saisons in München beschreiben. Dass der Belgier auch eine andere Seite hat, ist allerdings ebenfalls belegt. Das bestätigte vor Kurzem auch FCB-Boss Max Eberl im exklusiven Interview mit Absolut Bayern.
Schon bei seiner ersten Station als Cheftrainer ließ Kompany erkennen, dass er keine halben Sachen duldet. In einem damals bekannt gewordenen Mitschnitt aus seiner Zeit beim RSC Anderlecht warnte er seine Mannschaft: „Es gibt eine Seite von mir, die ihr noch nicht gesehen habt.“ Wenig später wurde der Ton noch schärfer. „Wes (Wesley Hoedt, Anm. d. Red.), ob wir mit drei, vier, fünf oder sechs spielen, ist meine verdammte Entscheidung“, schimpfte Kompany in der Kabine weiter.
Max Eberl verrät im exklusiven Interview: Bayern-Trainer Vincent Kompany kann auch mal wütend werden
Auch bei Kompanys zweiter Station im englischen Burnley kam jene emotionale Seite des Belgiers zum Vorschein. In einem Videoclip im Rahmen der Doku-Serie „Mission to Burnley“ ist zu sehen, wie er während einer Trainingseinheit über den Platz brüllt: „Don‘t f***ing test me. Enough of the f***ing moaning. Play f***ing football.“ Eine Übersetzung seiner Schimpftirade braucht es an dieser Stelle wohl nicht.
Angesprochen auf seinen emotionalen Ausbruch erklärte Kompany später, dass es ihm dabei nicht darum ging, aufgrund einer misslungenen Aktion böse auf einen bestimmten Spieler zu sein. Vielmehr sei die Botschaft entscheidend gewesen – Laufbereitschaft, Aufmerksamkeit und die Kultur innerhalb der Mannschaft.
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Für diese besondere Art der Mannschaftsführung wird Kompany auch in München geschätzt. Dabei kann es laut Max Eberl auch mal ungemütlich werden. Im exklusiven Interview mit Absolut Bayern erklärte der FCB-Boss auf die Frage, ob Kompany in München schon einmal so wütend geworden sei wie früher in Burnley: „Kurz und knapp: Ja! Weil er authentisch ist – und daher rauslässt, was er fühlt.“
Genau diese Authentizität scheint der Schlüssel zu sein, warum Kompany und die Bayern-Stars aktuell so gut harmonieren. Der Trainer scheint keinen Kunstcharakter zu verkaufen, der nur in der Öffentlichkeit oder vor Kameras funktioniert. Seine Gelassenheit wirkt echt – doch wenn es sein muss, dann kann Kompany auch die verbale Blutgrätsche auspacken. Wie in seinen besten Zeiten als aktiver Spieler.
Das komplette Interview von Absolut Bayern mit Max Eberl lesen Sie hier, sowie am Samstag in den Printausgaben und im ePaper von Merkur und tz. (kus)
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