Comeback gegen Hoffenheim?

Kompany rechnet mit baldiger Rückkehr von verletztem Bayern-Star

Vor dem Start in die Champion League gegen Chelsea fällt ein Bayern-Star verletzt aus – doch Vincent Kompany rechnet schon bald wieder mit dem Spieler.

München – Raphaël Guerreiro wird dem FC Bayern zum Champions-League-Auftakt gegen den FC Chelsea (Mittwoch, 21 Uhr) nicht zur Verfügung stehen. Der Portugiese verletzte sich am Wochenende beim Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV. Nach nur 20 Minuten musste er in der 63. Minute vom Platz, nachdem er erst zur Halbzeit eingewechselt worden war. Für ihn feierte Tom Bischof sein Bundesliga-Debüt für den FC Bayern.

Vincent Kompany muss gegen Chelsea auf einen Bayern-Star verzichten, der gegen Hoffenheim aber schon wieder zurückkehren könnte.

Am Montag bestätigte der Rekordmeister die unangenehme Nachricht in einer Mitteilung: Eine kleine Verletzung der Bauchmuskulatur zwingt Guerreiro zu einer Pause. „Eine komische Geschichte mit den Rippen. Das braucht ein bisschen Zeit“, erklärte Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Chelsea-Spiel.

Guerreiro fehlt dem FC Bayern beim Champions-League-Auftakt verletzt

Der Coach betonte aber zugleich: „Bei Rapha ist es nicht schlimm, vielleicht ist er schon gegen Hoffenheim zurück.“ Damit macht er den Bayern-Fans Hoffnung, dass der Portugiese zumindest beim nächsten Bundesliga-Spiel am Samstag wieder im Kader des Rekordmeisters stehen könnte. Zu viel versprechen, wollte Kompany dann aber doch nicht.

Obwohl er keine längere Zwangspause für den Linksfuß befürchte, wisse er nicht, ob die Zeit bis zum Samstag für ein Comeback reiche. Spätestens für die Woche danach sei die Rückkehr aber realistisch: „Guerreiro ist hoffentlich schon in der nächsten Woche zurück.“, so der Belgier auf der Presskonferenz weiter.

Comebacks, Rekorde und Dramen: Historische Momente der Champions-League-Geschichte in Bildern

Die Nacht von München gehört bis heute zu den größten Momenten des deutschen Vereinsfußballs. Borussia Dortmund überraschte im Champions-League-Finale 1997 den großen Favoriten Juventus Turin und setzte sich im Olympiastadion mit 3:1 durch. Karl-Heinz Riedle traf doppelt, ehe Lars Ricken mit seinem ersten Ballkontakt den legendären Lupfer zum Endstand erzielte. Für den BVB war es der erste Triumph in der Königsklasse – ein Erfolg, der den Klub auf Europas Fußballthron katapultierte.
Das Endspiel von Barcelona gilt als eines der spektakulärsten Champions-League-Finals aller Zeiten – und aus Bayern-Sicht als die „Mutter aller Niederlagen“. Durch ein frühes Tor von Mario Basler führten die Münchner fast 90 Minuten lang, trafen zudem Pfosten und Latte – der Pokal schien sicher. Doch in der Nachspielzeit schlug Manchester United doppelt zu: Teddy Sheringham glich in der 91. Minute aus, Ole Gunnar Solskjær traf in der 93. Minute zum 2:1. Innerhalb von 120 Sekunden verloren die Bayern den sicher geglaubten Titel – ein Trauma, das bis heute nachwirkt.
Es war einer der schönsten Treffer der Champions-League-Geschichte: Im Finale zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen nahm Zinédine Zidane kurz vor der Pause einen hohen Ball direkt und schoss ihn mit einem linken Volley unhaltbar in den Winkel. Reals 2:1-Sieg im Hampden Park machte die „Königlichen“ zum Champion und Zidane zum Helden – sein Traumtor gilt bis heute als Inbegriff von Eleganz und Klasse im europäischen Fußball.
Im Viertelfinal-Rückspiel zwischen Real Madrid und Manchester United zeigte Ronaldo Nazário eine seiner größten Champions-League-Leistungen. Der brasilianische Stürmer erzielte im Old Trafford einen Hattrick, jeder Treffer auf seine Art ein Kunstwerk – kraftvoll, präzise, eiskalt. Obwohl United das Spiel 4:3 gewann, zog Real dank des 3:1 aus dem Hinspiel ins Halbfinale ein. Beeindruckend: Selbst die United-Fans erhoben sich nach seiner Auswechslung und spendeten Standing Ovations – eine der seltenen Szenen, in denen ein gegnerischer Spieler in Old Trafford gefeiert wurde.
Comebacks, Rekorde und Dramen: Historische Momente der Champions-League-Geschichte in Bildern

Neben Guerreiro muss der FC Bayern aktuell auf mehrere Leistungsträger verzichten. Alphonso Davies fällt noch immer mit Kreuzbandriss aus, Hiroki Ito mit einem Mittelfußbruch und Jamal Musiala ist nach einer schweren Sprunggelenks- und Wadenbeinverletzung auch noch weit von einem FCB-Comeback entfernt.

Raphaël Guerreiro, der 2023 von Borussia Dortmund kam, hatte in dieser Saison bisher nur zwei Kurzeinsätze. Sein Fehlen trifft die Münchner vor dem Champions-League-Start gegen den Klub-WM-Sieger aus London dennoch empfindlich. Mit seiner Flexibilität hätte ihn Kompany sicher gerne in der Hinterhand für das Duell mit den „Blues“ gehabt. Nun muss der Belgier zwangsläufig improvisieren. (BenHot)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ulrich Wagner

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