Als Spielführer
Last-Minute-Show: Müllers MLS-Wahnsinn schreibt Geschichte
Thomas Müller macht Schlagzeilen: Der deutsche Weltmeister sorgt bei Vancouver Whitecaps vor und nach dem Spiel für Furore.
Vancouver – Der Müller-Wahnsinn in der MLS geht in die nächste Runde. Schon vor seinem zweiten Spiel für die Vancouver Whitecaps gegen St. Louis wurde dem Ex-Bayern eine große Ehre zuteil. Nachdem Müller unter der Woche zum Mannschaftsrat hinzugefügt und zum zweiten Vize-Kapitän gewählt wurde, durfte er das Team direkt als Kapitän auf das Feld führen. Das dürfte auch Frau Lisa, die in München bleibt, gefreut haben.
Der eigentliche Kapitän Ryan Gauld sowie Vize Brian White fehlten verletzt, wodurch Müller direkt als Anführer das Feld betrat. Es war ebenfalls seine erste Partie von Beginn an in der MLS, nachdem er im ersten Spiel nur eingewechselt wurde und dort sogar getroffen hatte. Der Treffer war aufgrund einer Abseitsposition allerdings aberkannt worden.
Ex-Bayer Müller dreht MLS-Spiel ganz spät
Und der Wahnsinn ging weiter an diesem Abend. Zweimal geriet Vancouver im Spiel gegen St. Louis in Rückstand, zweimal konnte Müllers Team ausgleichen. Beim Stand von 2:2 sollte die turbulente Begegnung noch eine Schippe drauflegen. In der zehnminütigen Nachspielzeit bekommen die Whitecaps einen diskutablen Elfmeter zugesprochen.
Thomas Müller schnappt sich in alter Bayern-Manier das Leder und hämmert den Elfmeter in der 14. Minute der Nachspielzeit hoch in die Tormitte. Die Spielentscheidung und das erste Tor für Müller im Dress von Vancouver. In der Western Conference liegt Müller mit seinem Team weiterhin auf dem 3. Rang und ist mit nur vier Punkten Rückstand auf Platz eins, bei einem weniger absolvierten Spiel, auf dem besten Weg in die Playoffs der MLS.
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Kurios: Durch den späten Siegtreffer schockte Müller auch alte Bekannte. Für St. Louis standen an diesem Abend mit Klauss, Marcel Hartel, Eduard Löwen, Timo Baumgartl und Roman Bürki nämlich gleich fünf ehemalige Bundesliga-Spieler in der Startelf. Und auch abseits des Platzes kam es zum deutschen Duell. Mit Axel Schuster (Vancouver) und Lutz Pfannenstiel (St. Louis) standen sich auch zwei deutsche Sportdirektoren gegenüber. (tb)
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