WM-Achtelfinale
Naturgewalt Haaland schickt Brasilien ins Tal der Tränen
Erst bringt ein Norweger die Brasilien-Stars zur Verzweiflung, dann knipst der Super-Stürmer doppelt. Der Ticker zum Nachlesen.
Fazit: Erst Orjan Nyland, dann Erling Haaland: Die Norweger haben gleich zwei Helden. Zum ersten Mal in der WM-Historie zieht Norwegen in das Viertelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft ein. Torwart Nyland hielt beim 2:1-Triumph in der 14. Minute einen Elfmeter von Brasiliens Bruno, in der zweiten Hälfte war dann Star-Stürmer Haaland doppelt eiskalt (79. und 90. Minute).
Der Anschlusstreffer für die Selecao durch Neymars Elfmeter in der zehnten Minute der Nachspielzeit kam letztlich zu spät. Für den Rekordweltmeister ist es das früheste Aus bei einer WM seit 36 Jahren.
Erstmeldung vom 5. Juli: Mit fünf Toren gehört Norwegens Erling Haaland zu den gefährlichsten Angreifern der Fußball-WM – doch Brasiliens Abwehrspieler sind vor dem Achtelfinale am Sonntag (22.00 Uhr MESZ – alle TV-Infos hier) auf die Wucht des Ausnahmestürmers vorbereitet. „Jeder weiß, wie er spielt“, sagte Trainer Carlo Ancelotti, „ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen.“
Gerade für die beiden Innenverteidiger der Brasilianer ist Haaland kein Unbekannter. Gabriel, der beim FC Arsenal unter Vertrag steht, bekommt es mit dem Angreifer von Manchester City regelmäßig in der englischen Premier League zu tun. Kapitän Marquinhos von Paris St. Germain traf bereits in der Champions League auf Haaland.
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„Ich glaube nicht, dass es so etwas wie einen Anti-Haaland-Plan gibt“, sagte Ancelotti deshalb in vollem Vertrauen auf seine Defensive. Mittelfeldspieler Bruno Guimaraes indes warnte vor dem einstigen Dortmunder: „Wir müssen verhindern, dass der Ball zu ihm gelangt“, sagte er. „Wir müssen zwar angreifen, aber wir müssen sicherstellen, dass jemand an ihm dranbleibt, denn mit einem einzigen Ball kann er das Spiel entscheiden.“
Mit Blick auf seine Offensive stellte Ancelotti einen gemeinsamen Einsatz seiner Stürmer Vinicius Junior und Neymar in Aussicht. „Ja, Neymar und Vinicius könnten irgendwann gemeinsam spielen, und ich glaube, das werden sie auch“, sagte der 67-Jährige. Vinicius Junior kommt im bisherigen Turnierverlauf auf vier Treffer, für Neymar hingegen reichte es nach einer Wadenverletzung bisher nur zu einem Kurzeinsatz.
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Derweil steht auch Offensivspieler Raphinha wieder zur Verfügung. Der Angreifer des FC Barcelona, der im zweiten Gruppenspiel gegen Haiti (3:0) eine Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten hatte, kehrt in den Kader der Selecao zurück. Raphinha mache „sehr gute Fortschritte“, sagte Nationaltrainer Ancelotti: „Er ist noch nicht vollständig fit, aber er kann auf der Bank sitzen. Falls nötig, kann er einige Minuten spielen und uns in bestimmten Situationen helfen.“ (rele)
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