FCB-Debüt vom Kolumbianer

Gelungenes Testspiel: Bayern-Neuzugang Díaz setzt erstes Ausrufezeichen

Gelungener Start in die neue Saison. Der FC Bayern hat sein erstes Testspiel in der Sommervorbereitung mit 2:1 (0:0) gegen Olympique Lyon gewonnen.

München – In der heimischen Allianz Arena präsentierte sich der FC Bayern am Samstagnachmittag trotz extrem kurzer Vorbereitungszeit bereits gut aufgelegt. Nach einer torlosen ersten Halbzeit besorgte Michael Olise per Foulelfmeter in der 53. Minute die Führung. Neuzugang Luis Díaz, der bei seinem Debüt einen starken Eindruck hinterließ, war zuvor gefoult worden. Knapp zehn Minuten später erhöhte der französische Nationalspieler mit seinem zweiten Treffer auf 2:0. Lyon kam sieben Minuten vor dem Ende durch Alejandro Gomes Rodriguez noch auf 2:1 heran, dabei blieb es.

Luis Díaz mit einem gelungenen FCB-Debüt gegen OL, Matchwinner war aber Doppeltorschütze Michael Olise.

Trotz der kurzen Vorbereitungszeit – Trainingsstart war am Mittwoch – zeigte sich das Team von Trainer Vincent Kompany bereits spielfreudig. In der 11. Minute hatte der 17-jährige Lennart Karl nach einer feinen Kombination die Chance auf das 1:0. Kingsley Coman bediente Raphaël Guerreiro, der den Ball mit viel Gefühl ins Zentrum chippte. Karl versuchte es mit einer Volleyabnahme, doch das Leder strich knapp vorbei.

Torlose erste Halbzeit: Elf FCB-Wechsel bringen mehr Schwung

Auf der Gegenseite hatte Afonso Moreira in der 21. Minute bei einem Konter eine gute Möglichkeit, doch Manuel Neuer konnte parieren. Insgesamt waren die Bayern jedoch das spielbestimmende Team. Immer wieder bekam die Lyon-Defensive jedoch ein Bein dazwischen, wie bei einem Versuch von Paul Wanner. So ging es torlos in die Pause.

Zur Halbzeit wechselte FCB-Coach Vincent Kompany komplett durch. So kam auch Neuzugang Luis Díaz zu seinem Debüt und er erwischte auch fast einen absoluten Traumstart. Konrad Laimer schickte den 28-jährigen Kolumbianer auf die Reise, Díaz kam aus halbrechter Position zum Abschluss, doch Lyon-Keeper Rémy Descamps konnte stark parieren.

Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
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Fünf Minuten später gelang dem FCB dann aber der Führungstreffer (53.). Nach einem Foul an Díaz trat Michael Olise zum Elfmeter an und verwandelte souverän. Harry Kane war zur Halbzeit ausgewechselt worden. Die Bayern blieben am Drücker und konnten in der 62. Minute erhöhen. Nach einem Ballgewinn von Jonathan Tah kam der Ball über Josip Stanišić und Serge Gnabry zu Olise, der diesmal aus zwölf Metern trocken zum 2:0 einnetzte.

In der Folgezeit ergaben sich auf beiden Seiten noch einige gute Chancen. Für die Bayern verpassten Luis Díaz (67.) und Gnabry (69.) den dritten Treffer. Lyon hatte in Person von Saël Kumbedi (68.) einen gefährlichen Abschluss, doch Jonas Urbig im FCB-Tor reagierte klasse und wehrte den Versuch ab. Nachdem zuvor noch Georges Mikautadze einen Schuss aus spitzem Winkel an den Pfosten gesetzt hatte, kam Olympique in der 83. Minute durch den eingewechselten Gomes Rodriguez zum Anschlusstreffer. Dabei blieb es bis zum Schluss, auch weil Díaz noch einmal am französischen Keeper scheiterte.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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