Kurzes Comeback

Mit nur einem Wort: Manuel Neuer verkündet erneuten DFB-Rücktritt nach WM-Debakel

Nach dem WM-Aus gegen Paraguay hat Manuel Neuer über seine Zukunft im DFB-Team gesprochen. Sein Comeback wird ein kurzes bleiben.

Manuel Neuer tritt nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay erneut aus der Nationalmannschaft zurück. Das hat der Torwart nach dem Spiel bestätigt. Auf die Nachfrage der ARD, ob das Duell gegen die Südamerikaner sein letztes Länderspiel gewesen sei, antwortete Neuer mit einem einzigen Wort: „Ja.“

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Die Entscheidung ist keine Überraschung. Neuer war eigens zur WM ins DFB-Team zurückgekehrt. Von Anfang an war anzunehmen, dass sich das Comeback auf die WM beschränken würde. Das hatte Neuer zudem vor dem Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste bestätigt. „Ich habe nicht vor, in zwei Jahren wieder eine Europameisterschaft zu bestreiten“, so Neuer.

Neuer-Comeback verpufft

Die erhoffte Verstärkung war das Neuer-Comeback während der WM nicht. Der 40-Jährige musste in jedem der vier Spiele mindestens ein Gegentor hinnehmen. Gegen Ecuador sah er zudem beim zweiten Gegentreffer unglücklich aus. Sich mit Paraden auszeichnen konnte Neuer hingegen selten. Allerdings muss auch gesagt sein, dass es der Torhüter nicht leicht hatte, da seine Vorderleute zahlreiche hochkarätige Torchancen zuließen.

Nun wird es spannend zu sehen sein, wer die neue Nummer eins wird. Oliver Baumann ist zunächst der naheliegende Nachfolger. Er bekommt aber Konkurrenz von einigen jungen Torhütern. Jonas Urbig, der in Nordamerika bereits inoffizieller Teil der Mannschaft war, wird bei der EM in zwei Jahren ein Kandidat für den Stammplatz sein, sollte er seine Entwicklung fortsetzen. Dasselbe gilt für Noah Atubolu.

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Manuel Neuer (Tor, Bayern München): Er beendete nach der EM 2024 zunächst seine Nationalmannschaftskarriere – nun kehrt er spektakulär zurück und wird Nagelsmanns Nummer 1 bei der WM. Mit 40 Jahren wird es wohl letztes großes Turnier werden. Seine Rückkehr ist die größte Überraschung der gesamten Kaderplanung.
Oliver Baumann (Tor, TSG Hoffenheim): Baumann hatte sich in der WM-Qualifikation als neue Nummer Eins etabliert und war von Nagelsmann lange öffentlich als Stammtorhüter bezeichnet worden. Trotz dieser bitteren Situation bleibt Baumann im Kader und wird als Nummer Zwei eine wichtige Backup-Rolle einnehmen.
Alexander Nübel (Tor, VfB Stuttgart): Nübel fährt als dritter Torhüter zur WM. Der VfB-Keeper hat beim Stuttgarter Vizemeister eine solide Saison gespielt und gilt als langfristige Perspektive im DFB-Tor.
Jonas Urbig (Tor, Bayern München): Urbig hat sich in München als designierter Neuer-Nachfolger in Stellung gebracht – in dieser Saison stand er in 18 Partien im Tor des Rekordmeisters, darunter Champions-League-Einsätze, und überzeugte dabei durchgehend.
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Ebenfalls interessant wird sein, ob neben Neuer weitere Nationalspieler aus dem DFB-Team zurücktreten. Nicht dazu gehören wird Joshua Kimmich. Das hat der DFB-Kapitän bereits bestätigt. „Ich werde immer die Power haben für einen erneuten Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist aufgeben“, erklärte Kimmich nach dem WM-Aus.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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