Emotionale Momente in Mailand

Letztes CL-Spiel für Bayern: Müller erlebt emotionalen Fan-Moment

Das 2:2 in Mailand war für den FC Bayern das Ende eines Traums – und für Thomas Müller womöglich das Ende einer Ära. Der 35-Jährige absolvierte gegen Inter sein 163. Spiel in der Champions League – und wurde nach Abpfiff von den mitgereisten Fans gefeiert wie nie zuvor.

Das 2:2 in Mailand war für den FC Bayern das Ende eines Traums – und für Thomas Müller womöglich das Ende einer Ära. Der 35-Jährige absolvierte gegen Inter sein 163. Spiel in der Champions League – und wurde nach Abpfiff von den mitgereisten Fans gefeiert wie nie zuvor.

„Müller! Müller! Müller!“ hallte es durch das fast leere San Siro, als der Routinier das Interview mit DAZN gerade beendet hatte. Der Bayern-Block durfte noch nicht gehen, doch Müller drehte sich um, klatschte, legte die Hand auf das Wappen auf seiner Brust – und verschwand in den Katakomben. Ein Moment für die Geschichtsbücher.

Thomas Müller

Womöglich sein letzter CL-Einsatz – Müller bleibt gefasst

Mit seinem 163. Königsklassen-Einsatz zog Müller mit Lionel Messi gleich. Nur Cristiano Ronaldo (183) und Iker Casillas (177) haben mehr. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft nach der Klub-WM aus – eine Verlängerung ist vom Tisch. Gut möglich also, dass Mailand seine letzte Champions-League-Bühne war.

Doch emotional wurde Müller zunächst nicht. Im DAZN-Interview blieb er gefasst: „So emotional fühle ich das gerade gar nicht. Ich bin auch gar nicht so enttäuscht. Ich bewerte Spiele für mich selbst: Habe ich alles gegeben? Kann ich in den Spiegel schauen? Ja.“

Auch die Mannschaft habe alles versucht: „Am Ende habe ich Spieler auf dem Platz gesehen, die alles gegeben haben.“

Der Unterschied sei für Müller im Hinspiel gefallen – vor allem beim Gegentor zum 1:2: „Da kann man den Finger in die Wunde legen. Das war plump.“

Trotzdem: Die Unterstützung seiner Mitspieler und Fans ging Müller sichtlich nahe. „War schon ein schönes Gefühl, dass so viele Spieler zu mir gekommen sind.“

Noch keine Entscheidung über die Zukunft

Auf seine persönliche Zukunft angesprochen, antwortete Müller gewohnt uneitel: „Ich habe in den heißen Wochen nichts forciert. Es ist mir völlig egal, was jetzt dann kommt.“

Moderatorin Laura Wontorra fasste den Moment treffend zusammen: „Nenn mich kitschig, aber selbst ich habe Gänsehaut.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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