Umdenken an der Säbener Straße
Musiala-Verletzung wirft Bayerns Woltemade-Pläne über den Haufen
Jamal Musialas Wadenbeinbruch zwingt den FC Bayern zu einer Kehrtwende bei Nick Woltemade. Der ursprüngliche Transferplan dürfte Geschichte sein.
München – Der Schock nach Jamal Musialas tragischem Wadenbeinbruch sitzt noch immer tief beim FC Bayern. Rund fünf Monate Ausfallzeit für den Mittelfeldstar bedeuten für die Münchner nicht nur den Verlust eines absoluten Schlüsselspielers, sondern werfen auch die aktuelle Transferstrategie mit Nick Woltemade durcheinander.
Bayern plante ursprünglich Leih-Strategie für Woltemade-Transfer
Insgeheim hatte der Deutsche Meister nach Informationen der Sport Bild einen ausgeklügelten Plan entwickelt: Den 23-jährigen Stuttgarter Angreifer zu verpflichten und anschließend noch ein Jahr an den VfB auszuleihen. So hätte man sich bei der Ablösesumme annähern, Woltemade sich ein weiteres Jahr bei Stuttgart entwickeln und eine Saison später bei den Bayern womöglich Harry Kane ablösen können.
Ob Woltemade bei dem Transfer-Plan der Münchner überhaupt mitgemacht hätte, ist unklar. Immerhin heißt es, der deutsche Star der vergangenen U21-EM will unbedingt zu den Bayern – und das sofort! Das soll er zuletzt noch einmal bekräftigt haben, wie Sport Bild berichtet.
Die Rekord-Torjäger des FC Bayern München: Kane in kürzester Zeit in der Spitzengruppe




Musiala-Schock erzeugt sofortigen Handlungsdruck bei Bayern-Bossen
Doch diese Überlegungen sind längst wieder verworfen worden. Die schwere Verletzung von Musiala, die für entsetzte Reaktionen sorgte, erzeugt noch mehr Transfer-Druck für den FC Bayern. Dadurch können die Verantwortlichen das Planspiel für Wunschangreifer Woltemade nun nahezu über den Haufen werfen. Beim Rekordmeister herrscht absoluter Handlungsdruck!
Statt langfristiger Planung sind die Münchner nun eigentlich auf Soforthilfe angewiesen – und Woltemade soll im besten Fall die Lücke im offensiven Zentrum mit ausfüllen, die durch Musialas Ausfall entstanden ist.
Stuttgart sitzt am längeren Hebel bei Woltemade-Verhandlungen mit Bayern
Ob und wann es zur Einigung kommt, hängt jetzt vom VfB Stuttgart ab. Die Schwaben haben ihren Stürmer langfristig bis 2028 gebunden – eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Entsprechend hoch dürfte die geforderte Ablöse sein: Bis zu 80 Millionen Euro stehen offenbar im Raum. Eine Summe, die Bayern wohl trotz des Musiala-Schocks nicht bereit sein dürfte, auf den Tisch zu legen.
Ein offizielles Angebot aus München liegt in Stuttgart derzeit nicht vor. Die Gespräche zwischen beiden Klubs stehen noch aus – aufgrund der neuesten Entwicklungen ist der Druck auf den FC Bayern nochmal gestiegen, den Poker schon sehr bald zu eröffnen. (kus)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Icon Sportswire / Ulrich Hufnagel / Sven Simon
