Trennung nach Zoff

Nach Degradierung: ter Stegen erwägt offenbar Abschied vom FC Barcelona

Marc-Andre ter Stegen und der FC Barcelona erlebten turbulente Wochen. Nach dem Streit und der scheinbaren Versöhnung steht jetzt die Trennung bevor.

Barcelona – Die Spannungen im Konflikt zwischen dem FC Barcelona und DFB-Torhüter Marc-Andre ter Stegen scheinen nicht aufzuhören. Wie die spanische Zeitung El Nacional berichtet, sollen sich nach den Streitigkeiten der letzten Wochen die Wege des 33-Jährigen und des spanischen Meisters nach über elf Jahren trennen.

Mit Marc-Andre ter Stegen will eine Vereinslegende und der letzte Spieler der Tripple-Saison 2015 den Verein verlassen.

Ende Juli teilte ter Stegen auf Social Media mit, dass er sich einer erneuten Rückenoperation unterziehen muss. Auf die vom Torhüter angegebene Ausfallzeit von drei Monaten reagierten die Katalanen mit Misstrauen und leiteten ein Disziplinarverfahren gegen den 33-jährigen Keeper ein – und das mit Erfolg.

Ter Stegen sieht Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Gefahr

Nach anfänglicher Verweigerung reichte ter Stegen nachträglich seinen medizinischen Bericht bei der La Liga ein und wurde als Langzeitverletzter erklärt. Die Folge: Der Verein hat die Erlaubnis, bis zu 80% des Gehalts des Ex-Gladbachers zu kürzen – um ter Stegens Nachfolger Joan Garcia, der für 25 Millionen Euro vom Stadtrivalen Espanyol Barcelona kam, für den Spielbetrieb zu registrieren.

Der Streit zwischen beiden Parteien, die auf eine sehr erfolgreiche Zeit zusammen zurückblicken, wirkte damit behoben. Nun will ter Stegen allerdings den Verein verlassen, heißt es. Grund für den geplanten Abgang sei dem Bericht zufolge die fehlende Spielzeit des 33-Jährigen. Mit Neuzugang Garcia und Ersatz-Torwart Wojciech Szczesny ist derzeit kein Platz im Tor der Katalanen. Zumal ter Stegen noch bis Ende des Jahres verletzungsbedingt zuschauen muss.

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Chris Führich feierte am 14. Oktober 2023 beim 3:1-Sieg gegen die USA sein Debüt für die Nationalmannschaft. Als dynamischer Flügelspieler des VfB Stuttgart überzeugte er mit Tempo und Technik. Seitdem durfte er öfters für den DFB auflaufen und wurde für die UEFA Euro 2024 nominiert.
Am 18. Oktober 2023 kam Kevin Behrens beim 2:2 gegen Mexiko zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Damals noch bei Union Berlin unter Vertrag, wechselte er Anfang 2024 zum VfL Wolfsburg. Seitdem wurde er nicht mehr nominiert.
Marvin Ducksch debütierte am 18. November 2023 gegen die Türkei. Als torgefährlicher Angreifer von Werder Bremen wurde er in zwei Länderspielen eingesetzt. Trotz starker Leistungen im Verein blieb es bislang bei diesen Einsätzen.
Beim 0:2 gegen Österreich am 21. November 2023 feierte Robert Andrich sein Debüt für die Nationalmannschaft. Mit konstanten Leistungen bei Bayer Leverkusen etablierte er sich schnell im DFB-Kader und wurde für die EM 2024 nominiert.
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Ohne einen Stammplatz würde somit auch die Position des Stammtorwarts in der Nationalmannschaft wackeln. Dort hat ter Stegen nämlich das klare Ziel, bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko, bei seinem ersten großen Turnier als Neuer-Nachfolger zwischen den Pfosten der deutschen Mannschaft zu stehen.

Eigentlich hat der gebürtige Gladbacher noch einen Vertrag bis 2028 beim FC Barcelona. Es soll jedoch eine Absprache mit Klub-Boss Joan Laporta und Sportdirektor Deco geben, die besagt, dass ter Stegen bereits im Winter den Verein ablösefrei verlassen dürfte. Grund für diese Option ist die seit Jahren angespannte Finanzlage der Katalanen.

Somit würde der Champions-League-Sieger von 2015 ter Stegen zwar ohne Gewinn an einen anderen Verein abgeben. Dafür winken dem FCB jedoch eine hohe Millionen-Summe an eingespartem Gehalt. Ter Stegen ist als (Noch)-Kapitän weiterhin einer der Top-Verdiener des Klubs. Der Wechsel wäre demnach eine Win-Win Situation also, die Barcelona Geld spart und ter Stegen die Tür zur Weltmeisterschaft 2026 öffnen würde. (seb)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mutsu Kawamori

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