Kanadier verletzt
Bleibt die Causa Davies dieses Mal ohne Ärger für den FC Bayern?
Alphonso Davies droht, die WM im eigenen Land zu verpassen. Der FC Bayern kooperiert nun eng mit dem kanadischen Verband.
Die Leidenszeit von Alphonso Davies scheint nicht zu enden. Nach seinem Kreuzbandriss im März 2025 hat der Kanadier auch in dieser Saison wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Kurz vor der WM 2026 muss der Linksverteidiger erneut pausieren. Um ihn bis zum Turnierstart am 11. Juni wieder fit zu bekommen, muss der FC Bayern nun mit dem kanadischen Verband zusammenarbeiten.
Bisher hört sich alles ganz friedlich an. „Unser Wunsch ist, dass wir alle zusammen das Beste für Phonzy schaffen“, sagte Max Eberl am Freitag auf die Frage, wie der Austausch mit dem kanadischen Verband bezüglich der schweren Muskelverletzung von Davies sei. „In Kommunikation“ befindet sich der Sportvorstand des FC Bayern mit den Verantwortlichen von „Canada Soccer“: „Und wir versuchen, den besten Weg für ihn, für Kanada, für den FC Bayern zu finden.“
FC Bayern arbeitet an Davies-Genesung mit Kanada
Dass das nicht immer derselbe ist, weiß man aus eigener Erfahrung. Monatelang lagen die Bayern-Bosse unter der Federführung von Jan-Christian Dreesen bekanntlich vor einem guten Jahr mit dem kanadischen Verband im Zwist. Streitpunkt war damals die Erstversorgung des im Länderspiel erlittenen Kreuzbandrisses von Davies.
Erst ein 28 Seiten langes Gutachten und ein persönliches Gespräch konnten die Wogen im Juni 2025 glätten. So weit will man es dieses Mal freilich nicht kommen lassen – wohl wissend, dass Kanada seinen an einem Muskelbündelriss laborierenden Kapitän lieber früher als später fit für die anstehende Heim-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (hier zum Spielplan) hätte.
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„Dramatisch genug“ sei die Situation für den 25-Jährigen, sagte Eberl. Und in der Tat ist die gegen PSG erlittene Verletzung der tragische Höhepunkt einer echten Seuchenzeit. Mehr als 50 Pflichtspiele hat Davies in dieser und der vergangenen Spielzeit verpasst. Die Weltmeisterschaft im eigenen Land sollte ein Zeichen der neuen Stärke sein – und steht nun in Gefahr.
Immerhin versicherte Eberl: „Wir tun alles dafür. Aber er muss gesund werden. Das muss er respektieren.“ Dem neuen alten Deutschen Meister wird er in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Das große Ziel seiner Reha ist der 12. Juni. Dann starten die Kanadier mit dem ersten Spiel in Gruppe B gegen Bosnien-Herzegowina ins Turnier. (hlr/seb)
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