Nach WM-Blamage
Julian Nagelsmann tritt wohl als Bundestrainer zurück
Nach dem blamablen WM-Aus gab es direkt am Donnerstag die Krisensitzung beim DFB. Als Konsequenz daraus tritt Julian Nagelsmann nun offenbar von seinem Amt zurück.
Das Kapitel Julian Nagelsmann ist scheinbar endgültig beendet. Laut übereinstimmenden Berichten der Bild und Sky tritt der 38-Jährige von seinem Amt zurück. Die Konsequenz aus dem WM-Desaster. Bereits am Donnerstag hatte Absolut Fussball exklusiv berichtet, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht infrage kommen würde aus Sicht der DFB-Bosse.
Dem 38-Jährigen ist inzwischen anscheinend klar, dass eine Weiterbeschäftigung nach der WM 2026 aufgrund der öffentlichen und veröffentlichten Stimmungslage sowie der internen Bewertung im Verband vollkommen unrealistisch ist. Zu schwach waren die Auftritte der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft, zudem gibt es immer mehr Misstöne aus dem Umfeld.
Nagelsmann hat noch einen gültigen Vertrag als Bundestrainer bis 2028
Zum Start des Turniers schien die Welt nach dem 7:1-Erfolg gegen Curacao noch in Ordnung, nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste war dann sogar frühzeitig der Einzug in die K.-o.-Phase perfekt. Im Anschluss lief allerdings rein gar nichts mehr zusammen. Erst die 1:2-Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel – und dann das desaströse Aus gegen Paraguay im Elfmeterschießen.
Es folgte die schnelle Abreise aus dem – ebenfalls kritisierten – DFB-Camp in Winston-Salem. Nagelsmann machte sich mit seiner Frau Lena und seiner Mutter Burgi auf den Weg zurück nach München, und landete am Mittwochmorgen mit der Lufthansa-Maschine LH429 um 9.33 Uhr als einer der ersten aus dem deutschen Tross überhaupt auf deutschem Boden.
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Bereits am Donnerstag (3. Juli) kam es dann in der DFB-Zentrale auf dem eigenen Campus zum Kreuzfeuer mit den Bossen. Mit dabei: DFB-Präsident Bernd Neuendorf, DFB-Vizepräsident und Liga-Chef Hans-Joachim Watzke, DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sowie Sportdirektor Rudi Völler. Doch selbst letztgenannter, als enger Vertrauter von Julian Nagelsmann bekannt, fand keine triftigen Argumente mehr für eine Weiterbeschäftigung Nagelsmanns.
Noch nicht bekannt ist, wie genau das Ende als Bundestrainer finanziell geregelt werden wird. Nagelsmanns Vertrag hat noch eine Laufzeit bis Sommer 2028, bei einem kolportierten Jahresgehalt von sieben Millionen Euro. Ebenfalls offen ist die Nachfolge im Bundestrainer-Amt, die Hoffnungen vieler deutscher Fans ruhen dabei auf Jürgen Klopp. (rele)
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