Kieler Neuzugang

Der nächste Hack? Was Philipp Sander Gladbach geben will

Mit Philipp Sander wurde auch der dritte Gladbacher Neuzugang vor die Mikrofone gebeten. Der Mittelfeldspieler verfolgt ein klares Ziel.

Rottach-Egern/Mönchengladbach – Philipp Sander ist als einziger Neuzugang dieses Sommers aus der 2. Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach gewechselt. Der Mittelfeldspieler hatte Holstein Kiel als Mannschaftskapitän zum Aufstieg verholfen, will aber am Niederrhein die Entwicklung zum Bundesliga-Profi vollziehen.

Vorbild Hack? Sander will sich in Gladbach durchsetzen

Sander ist gewiss ein Spätstarter, schließlich setzte er sich erst mit 23 Jahren bei Holstein Kiel durch und sammelte bis zu seinem Abschied 87 Einsätze für die Störche. Dennoch ist das Selbstvertrauen groß, sich auch in Gladbach durchzubeißen.

„Ich weiß um meine Qualität“, sagte der Mittelfeldspieler in einer Medienrunde, an der auch fussball.news teilnahm, und zog einen Vergleich zu Robin Hack: „Robin ist das beste Beispiel dafür, dass die Qualität und die Leistungsdichte in der 2. Bundesliga immer größer wird. Ich kann die Liga noch nicht einschätzen, aber den Sprung traue ich mir auf jeden Fall zu.“

Philipp Sander tritt seine Aufgabe in Gladbach selbstbewusst an

Der Flügelspieler wechselte ebenfalls aus der 2. Bundesliga nach Gladbach, erlitt zuvor mit Arminia Bielefeld den Abstieg in die 3. Liga. Nach etwas Anlaufzeit setzte sich Hack in der vergangenen Rückrunde durch, avancierte mit zehn Bundesligatoren zum vereinsinternen Top-Torschützen und wurde plötzlich mit Klubs wie dem VfB Stuttgart und Juventus Turin in Verbindung gebracht.

Selbstbewusster Sander: „Nicht gekommen, um mich auf die Bank zu setzen“

Ganz so häufig dürfte sich Sander nicht in die Torschützenliste eintragen, dennoch geht der Neuzugang seine Aufgabe bei der Borussia selbstbewusst an. „Ich habe die eine oder andere Tugend, die ich aus der 2. Bundesliga mitbringen kann. Eine gewisse Physis, eine gewisse Aggressivität gegen den Ball, aber auch meine Qualitäten mit dem Ball“, sagte Sander, der in Bezug auf seine Ambitionen betonte: „Ich überlasse die Entscheidung dem Trainer. Ich versuche, es ihm so schwer wie möglich zu machen. Ich habe in jedem Interview gesagt, dass ich nicht gekommen bin, um mich freiwillig auf die Bank zu setzen, das merkt auch jeder.“

Für Gladbach ist Sander eine wertvolle Verpflichtung, weil der 26-Jährige in Kiel Führungsqualitäten erworben hat und - genau wie Kevin Stöger und Tim Kleindienst - die Arbeitsrate im Spiel gegen den Ball erhöht. Außerdem bringt der gebürtige Rostocker die von Sport-Geschäftsführer Roland Virkus geschätzte Polyvalenz mit.

„Ich kann den defensiveren Part machen, sehe aber auch meine Stärken vorne im letzten Drittel, um den letzten Pass zu spielen oder selbst zum Abschluss zu kommen“, betonte Sander seine Flexibilität als Sechser und Achter. „Ich spiele beides sehr gerne, habe einfach gerne den Ball am Fuß. Ob das dann hinten oder weiter vorne ist, spielt für mich keine tragende Rolle.“ Denn es ist für jeden Fußballer grundsätzlich das Wichtigste, so viel wie möglich zu spielen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Norbert Jansen / fohlenfoto

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