Tor zu Unrecht aberkannt?

„Nicht mehr hinnehmbar“: Eintracht-Trainer Toppmöller attackiert Schiedsrichter nach Remis in Heidenheim

Nach dem Unentschieden in Heidenheim brodelte es in Dino Toppmöller. Der SGE-Coach fühlte sich um den Sieg gebracht und attackierte den Schiedsrichter.

Heidenheim – Eintracht Frankfurt hat vier Tage nach dem bitteren Pokal-K.o im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund den nächsten Dämpfer erlitten: Die Hessen kamen am Samstag nicht über ein 1:1 gegen das neue Tabellenschlusslicht Heidenheim hinaus – und haderten im Anschluss erneut mit einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung.

Dino Toppmöller (r.) diskutierte nach dem Spiel mit dem Schiedsrichter-Trio.

Dino Toppmöller platzte gar der Kragen. Der 44-Jährige übte wegen eines aus seiner Sicht zu Unrecht aberkannten Treffers scharfe Kritik an Schiedsrichter Christian Dingert. „Es ist in den letzten Wochen tatsächlich so, dass die eine oder andere Entscheidung gegen uns ausfällt. Das will ich und das dürfen wir auch nicht mehr akzeptieren. Das ist definitiv nicht hinnehmbar“, schimpfte der Trainer des hessischen Fußball-Bundesligisten.

Eintracht-Trainer Dino Toppmöller schimpft nach strittiger Entscheidung über Schiedsrichter

Doch was war passiert? In der 23. Minute hatte die Eintracht vermeintlich getroffen. Nach einer Ecke von Ritsu Doan verlängerte Robin Koch den Ball zu Elye Wahi, der per Hacke aus kurzer Distanz ins linke Eck traf. Doch Dingert hatte die Situation bereits abgepfiffen, weil er ein vermeintliches Offensivfoul von Arthur Theate registrierte – eine sehr strittige Entscheidung.

Das erzürnte Toppmöller, der seinem Ärger nach dem Abpfiff am Sky-Mikrofon Luft machte. „Wofür haben wir denn den Video-Schiedsrichter? Genau für solche Fälle. Lass doch das Ding laufen und schaue es dir danach an, wenn du glaubst, dass es ein Foul war. Wenn es tatsächlich ein Foul war, kannst du es immer noch so bewerten“, erklärte der 44-Jährige

Kolo Muani, Marmoush – und jetzt Ekitiké: Die teuersten Transfer-Abgänge von Eintracht Frankfurt

Randal Kolo Muani erzwang seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain im Sommer 2023. Die Fans waren wütend, die SGE erhielt 95 Millionen Euro. Damit ist Kolo Muani noch immer der aktuelle Rekord-Abgang.
Stürmte erst an der Seite von Omar Marmoush, dann noch ein halbes Jahr als dessen Nachfolger. Im Sommer 2025 legte dann der FC Liverpool 95 Millionen für Hugo Ekitiké auf den Tisch.
Omar Marmoush hatte bei Eintracht Frankfurt viel Grund zur Freude
Luka Jovic verließ die Eintracht 2019 für die Ablöse von 63 Millionen Euro Richtung Real Madrid.
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Der Eintracht-Coach konnte weder live noch in der Wiederholung ein Vergehen seines Spielers erkennen. „Ich sehe ehrlicherweise kein Foul. Weder in der Live-Einstellung noch im Video. Daher ist das für uns extrem bitter“, fügte er hinzu. Auch Heidenheims gefoulter Patrick Mainka erklärte: „Es ist nicht klar, dass es ein Foul war. Man muss schon sagen, dass wir da Glück gehabt haben.“

Laut Toppmöller hätte die Führung für seine Mannschaft letztlich „ein ganz anderes Spiel“ bedeutet. So kassierten die Hessen die zweite bittere Schiedsrichter-Entscheidung innerhalb weniger Tage gegen sich. Bereits bei der Pokal-Pleite gegen den BVB hatte die SGE Pech, als vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich des BVB eine Abseitsstellung nicht erkannt worden war.

SGE vor wichtigem Champions-League-Spiel gegen Neapel

Mit Blick auf das wichtige Champions-League-Spiel am kommenden Dienstag bei der SSC Neapel ist das Remis ein Stimmungsdämpfer. In der Bundesliga droht die SGE den Anschluss an die Spitzengruppe zu verpassen, in der Königsklasse soll es nach zuletzt deutlichen Pleiten gegen Liverpool und Atletico Madrid nun wieder aufwärtsgehen. (LuHa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / kolbert-press

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