Österreich peilt K.-o.-Runde an
ÖFB-Trainer Rangnick spuckt große Töne vor WM-Start
Es ist die erste WM für Österreich seit knapp 30 Jahren und dennoch will das Team von Ralf Rangnick nicht als Underdog gelten. Der Trainer hat große Ziele mit seiner Mannschaft.
Andreas Herzog trifft kurz vor Schluss zum Ehrentreffer für Österreich gegen Italien, das Aus in der Gruppenphase kann dadurch aber nicht mehr verhindert werden: Das war im Juni 1998 der bisher letzte Auftritt einer ÖFB-Elf bei einer Fußball-WM. Für die Ausgabe in den USA, Kanada und Mexiko sind sie aber wieder qualifiziert. Doch das Team tritt nicht für eine Teilnehmerurkunde an, wie Chefcoach Ralf Rangnick vor dem Turnier klarstellte.
„In der K.-o.-Phase möglichst weit kommen“, rief der 67-Jährige das Ziel für die WM an der kalifornischen Pazifikküste aus. Dort haben die Österreicher im Luxushotel Ritz-Carlton Bacara bei Santa Barbara ihr Lager für das anstehende Turnier aufgeschlagen. „Es geht darum, zu überraschen. Viele Nationen haben uns noch nicht wirklich auf dem Schirm“, fügte Rangnick an.
Ralf Rangnick ist sich sicher: Gemeinschaft hilft seinen Spielern
Den Worten sollten jedoch schnell Taten folgen, immerhin erwischte die ÖFB-Elf eine der schwereren Gruppen: Neben dem Weltmeister Argentinien geht es noch gegen Algerien und Jordanien. Am 17. Juni wartet in San Francisco mit Jordanien der wohl vermeintlich leichteste Gegner zum Auftakt. Gleichzeitig steigt dadurch auch der Druck, nicht zu patzen.
Aber was bringt Rangnick zu seiner optimistischen Position? „Wir haben vor allem mit unserer Spielweise die Herzen der Menschen zurückgewonnen, weil wir sehr proaktiv spielen, sowohl mit als auch gegen den Ball. Und man spürt den Teamspirit“, lobt der ehemalige Bundesliga-Trainer das Miteinander unter seinen Jungs. Dieses Miteinander war es auch, das dem Alpenland die klare Qualifikation für die WM ermöglichte.
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Rangnick ergänzt: „Wenn man die Mannschaft spielen sieht, merkt man, dass da nicht einfach nur Fußball gespielt wird, um irgendwie Ergebnisse zu holen. Wir sind nicht nur eine Interessengemeinschaft, sondern inzwischen wie eine Familie geworden. Die Spieler sprechen selbst immer wieder darüber, und ich glaube, das zeichnet uns aus.“
Diesen Familien-Vibe wird es aber auch brauchen, um auch herbe Rückschläge zu verkraften. Einen solchen musste das Team von Ralf Rangnick jüngst hinnehmen: So erreichte die österreichische Nationalmannschaft kurz vor dem Turnierstart die Hiobsbotschaft, dass Christoph Baumgartner die WM nach einer Oberschenkelverletzung verpassen wird. (phm)
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