Einschüchternde Atmosphäre

Oliver Kahns Warnung an die Bayern vor dem Real-Kracher: „Alles drückt dich nach unten“

Vor dem CL-Viertelfinale in Madrid warnt Oliver Kahn die Bayern vor der speziellen Atmosphäre im Estadio Santiago Bernabéu. Diese wirke selbst auf Top-Mannschaften einschüchternd.

Für den FC Bayern steht am 7. April die wohl bislang heißeste Partie der laufenden Spielzeit an. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League tritt die Mannschaft von Vincent Kompany beim Rekordsieger des Wettbewerbs, Real Madrid, an. Obwohl der deutsche Rekordmeister das formstärkere Team ist, muss das gegen die Königlichen nichts bedeuten. Der 16-fache Titelträger ist berüchtigt dafür, dass er sich in der Fußball-Königsklasse ganz besonders motivieren kann. Das hat auch einen speziellen Grund.

Oliver Kahn: Der frühere Torhüter und CEO des FC Bayern ist heute als TV-Experte unterwegs.

Der frühere Weltklassetorhüter des FCB, Oliver Kahn, kann darüber aus eigener Erfahrung berichten. Der 56-Jährige geht davon aus, dass die Münchner vor einer extrem harten Prüfung stehen: „90 Minuten im Bernabéu sind so anstrengend wie nirgendwo sonst“, macht der CL-Sieger von 2001 im Interview mit der Süddeutschen Zeitung deutlich.

Die ganz spezielle Atmosphäre im Bernabéu Stadion

Dies habe laut Kahn vor allem mit der ganz speziellen Atmosphäre im Fußballtempel an der Avenida de Concha Espina zu tun: „Das Publikum in Madrid ist deutlich intensiver als in Barcelona, man hat das Gefühl, alles drückt dich nach unten. Die Atmosphäre kann einen einschüchtern. Und jetzt, mit dem Dach, wird das noch verstärkt“, so der ehemalige CEO des FC Bayern. So war im Achtelfinale unter anderem Pep Guadiolas Manchester City dort bei der 0:3-Klatsche chancenlos.

Dabei hat Kahn selbst durchaus positive Erfahrungen im Bernabéu gesammelt. Im Jahr 2000 gehörte er zur Bayern-Elf, die dort in der CL-Zwischenrunde als erste deutsche Mannschaft überhaupt ein Match gewinnen konnte (4:2). Ein Jahr später wiederholte der ehemalige „Vulkan“ als überragender Rückhalt der Bayern im Halbfinale desselben Wettbewerbs dieses Kunststück (1:0). Seine Real-Bilanz (2000 bis 2007) von sieben Siegen, einem Remis und vier Niederlagen ist insgesamt ausgezeichnet.

FC Bayern sorgt sich um Gesundheit seiner Nationalspieler – Kane, Kimmich und Co. vor Super-April im Einsatz

Bayern-Trainer Vincent Kompany (m.) hofft, dass seine Stars um Harry Kane (li.) und Joshua Kimmich (r.) gesund aus der Länderspielpause zurückkehren.
Jonas Urbig ist der einzige Torwart des FC Bayern, der in der Länderspielpause abwesend ist. Manuel Neuer, Sven Ulreich und Leon Klanac erholen sich derweil von Verletzungen und können ebenfalls nicht trainieren.
Für Urbig ist es die erste Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Schlägt er sich unter Bundestrainer Julian Nagelsmann ähnlich gut wie in München, dürfte es nicht die letzte gewesen sein.
Dayot Upamecano reiste am Montag zur französischen Nationalmannschaft. Diese testet gegen Brasilien und Kolumbien. Upamecano ist in der Innenverteidigung normalerweise gesetzt.
FC Bayern sorgt sich um Gesundheit seiner Nationalspieler – Kane, Kimmich und Co. vor Super-April im Einsatz

Die Zeiten haben sich jedoch geändert: Die ehemalige „Bestia Negra“ der Königlichen konnte sich in der Königsklasse letztmals im Jahr 2012 durchsetzen. Damals siegten Schweinsteiger, Neuer, Robben & Co. im Elfmeterschießen im Bernabéu und qualifizierten sich für das Finale dahoam. Danach zogen die Bayern jedoch viermal in Folge den Kürzeren und konnten dabei kein einziges Mal in Madrid gewinnen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pervin Inan-Serttas

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare