Zuletzt gellendes Pfeifkonzert

Präsident Trump kommt offenbar nicht zum WM-Eröffnungsspiel der USA

Es ist das Sport-Highlight des Jahres: die WM im Haupt-Austragungsland USA. Für wohl jeden US-Präsidenten ein Muss – doch Donald Trump sieht das anscheinend anders.

Die Fußball-Weltmeisterschaft hatte US-Präsident Donald Trump stets als Schaufenster amerikanischer Stärke angepriesen – als Teil der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten, größer und besser als je zuvor. Umso bemerkenswerter ist es, dass Trump nach übereinstimmenden Medienberichten nicht zum WM-Eröffnungsspiel der USA nach Los Angeles reisen wird.

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Das berichten New York Times, Politico und The Athletic unter Berufung auf mit der Planung vertraute Quellen in der US-Regierung. Demnach soll stattdessen Außenminister Marco Rubio gemeinsam mit Transportminister Sean Duffy und Heimatschutzminister Markwayne Mullin beim Spiel der USA gegen Paraguay zusehen (Samstag, 13. Juni, 3 Uhr MESZ – alle TV-Infos gibt es hier). Das US-Außenministerium bestätigte Rubios Teilnahme offiziell.

Trump bleibt wohl USA-Auftaktspiel bei WM fern – zuletzt heftige Pfiffe bei NBA-Finals

Das Weiße Haus ließ die Berichte zunächst unkommentiert. Trump selbst sagte lediglich einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP, dass er „natürlich“ bei WM-Spielen zuschauen werde – offen blieb dabei allerdings, bei welchen. Seine Abwesenheit beim Eröffnungsspiel wäre ein ungewöhnlicher Bruch mit der Tradition: 2022 erschien der Emir von Katar, 2018 saß Wladimir Putin im Stadion, beim Sommermärchen 2006 war natürlich auch Angela Merkel live dabei.

Als möglicher Grund gilt die Angst vor Pfiffen. Erst vor wenigen Tagen war Trump beim NBA-Finale in New York lautstark ausgebuht worden. Das WM-Spiel findet im liberalen Bundesstaat Kalifornien statt – Protestrufe wären dort nahezu sicher gewesen, während die gesamte Fußballwelt live zuschaut. Zudem kam es vor exakt einem Jahr zu schlimmen Unruhen in Los Angeles, nach denen Trump sogar seine Nationalgarde dorthin entsandte.

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Auch terminliche Gründe könnten eine Rolle spielen: In Washington laufen parallel die Vorbereitungen für Trumps 80. Geburtstag am 14. Juni. Für den Freitag hatte er laut New York Times geplant, das Gelände vor dem Weißen Haus zu begutachten, auf dem UFC-Kämpfe für den folgenden Sonntag aufgebaut werden sollen. Offenbar wichtiger als der Auftakt der USA bei einer Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land … (rele)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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