„Nicht untergehen“

Bastian Schweinsteiger warnt FC Bayern vor PSG-Kracher deutlich

Bastian Schweinsteiger warnt den FC Bayern vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League bei PSG. Ein Remis wäre für die Münchner schon gut.

Wenn zwei Offensiv-Maschinen aufeinandertreffen, ist Spektakel garantiert – oder zumindest erhofft. Am Dienstagabend (21 Uhr, alle TV-Infos) empfängt Paris Saint-Germain den FC Bayern München im Halbfinal-Hinspiel der Champions League. Désiré Doué, Ousmane Dembélé und Khvicha Kvaratskhelia auf der einen Seite, Michael Olise, Luis Díaz, Jamal Musiala und Harry Kane auf der anderen.

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Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger, der vor dem DFB-Pokal bereits Grüße aus dem Finalort sendete, schaut dem Duell mit gemischten Gefühlen entgegen – und hat eine klare Botschaft an die Münchner. Gegenüber der Abendzeitung dämpft Schweinsteiger die Erwartungen an das Hinspiel im Parc des Princes. „Selbst ein 1:1 wäre gut für sie“, sagt der 41-Jährige. Der Grund liegt auf der Hand: Das Rückspiel in der Allianz Arena.

Schweinsteiger warnt FC Bayern: Bloß nicht überdrehen im Prinzenpark

„Die Allianz Arena wird mit Sicherheit nochmal einen Punch dazugeben“, betont Schweinsteiger, der kürzlich „nur mit guten Erinnerungen“ an einen berühmten Münchner Ort zurückgekehrt war, und fordert deshalb vor allem eines: „Es wäre wichtig, dass sie nicht untergehen.“ Für den Weltmeister von 2014 ist die Heimstärke der Münchner ein entscheidender Trumpf – den es zunächst zu bewahren gilt.

Trainer Vincent Kompany sieht das naturgemäß anders. Der Belgier, der das Hinspiel wegen einer Gelbsperre von der Tribüne aus verfolgen muss, will bekanntlich jedes Spiel gewinnen – zuletzt bewies er das eindrucksvoll beim irren 4:3-Comeback in Mainz. Ob sein Team ohne ihn an der Seitenlinie dieselbe Energie entfaltet, ist eine der spannenden Fragen des Abends.

FCB-Offensive stärker, Enrique schlägt Kompany – Bayern und PSG im Head-to-Head

Im Tor ist die Sache klar: Auch mit 40 Jahren ist Manuel Neuer noch einer der besten Keeper der Welt. Wenn es eng wird, zählen die Bayern auf den früheren Welttorhüter.
Gegenüber Matvey Safonov hat der Weltmeister von 2014 klar die Nase vorn. Der Russe steht bei PSG seit Dezember als Nummer eins zwischen den Pfosten.
In der Rechtsverteidigung wird beim FC Bayern voraussichtlich Josip Stanisic auflaufen. Der kroatische Nationalspieler ist verlässlich und schaltet sich gerne ins Offensivgeschehen ein.
Im direkten Vergleich mit Achraf Hakimi hat der Bayern-Profi aber das Nachsehen. Hakimi gehört seit Jahren zu den besten – und schnellsten – Außenverteidigern der Welt. Zuletzt musste der Marokkaner gegen Nantes allerdings vorzeitig ausgewechselt werden. Ob er vollständig fit ist, ist noch unklar.
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Einig sind sich Schweinsteiger und Kompany hingegen bei der Einschätzung von Michael Olise. „Er gehört in die Abteilung Weltklasse“, sagt Schweinsteiger der Abendzeitung. Der 24-jährige Franzose sei „unglaublich schwer zu greifen, weil er unfassbar leichtfüßig und wendig ist“. Auch sein Timing hebt die Bayern-Legende hervor: „Er macht seine Aktionen immer im richtigen Moment.“ Kompany pflichtet bei und lobt Olises Mentalität: „Er ist besessen von Details. Ich sehe, dass er immer noch besser werden kann und will.“

Dass Olise abseits des Platzes eher wie ein Geist durch die Welt schleicht, findet Schweinsteiger keineswegs besorgniserregend. „Das ist mir neu, dass jemand so zurückhaltend lebt“, meint er: „Ich finde das sehr sympathisch, und wenn er so seine Energie bekommt, ist es doch für Bayern super.“ Einen Wunsch hat Schweinsteiger an den Flügelstürmer aber dennoch: „Ich würde ihn gerne öfter mit seinem rechten Fuß sehen. Das hat Franck Ribéry zu meiner Zeit ausgezeichnet, dass er eben mit links und mit rechts einen guten Abschluss hatte. Bei Olise ist es eher ein bisschen wie bei Arjen Robben.“

Schweinsteiger wünscht sich also einen Olise in voller Bandbreite – und genau das könnte im Rückspiel in der Allianz Arena zum entscheidenden Faktor werden. Wer das Hinspiel im Prinzenpark unbeschadet übersteht, darf auf den großen Heimvorteil hoffen. Das Finale am 30. Mai in Budapest wartet. (ck)

Rubriklistenbild: © Jan Huebner/Imago

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