Medien berichten über längeren Ausfall

Real Madrid muss gegen den FC Bayern offenbar auf Courtois verzichten

Den Königsklassen-Coup gegen Pep und Co. muss Real Madrid teuer bezahlen. Laut spanischer Presse fällt Thibaut Courtois wochenlang aus.

Herber Rückschlag für Real Madrid vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern. Ausgerechnet Stammkeeper Thibaut Courtois zog sich beim Achtelfinal-Rückspiel bei Manchester City eine Muskelverletzung im rechten vorderen Oberschenkel zu. Dies bestätigten die Königlichen nach eingehenden Untersuchungen.

Real-Torwart Thibaut Courtois fällt aus.

Der Klub machte im kurzen Statement keine Aussagen zur Ausfalldauer: „Nach den heute vom medizinischen Stab von Real Madrid durchgeführten Untersuchungen bei unserem Spieler Thibaut Courtois wurde bei ihm eine Muskelverletzung an der Oberschenkelvorderseite diagnostiziert.“ Weitere Tests würden noch ausstehen.

Real-Torwart Coutois musste gegen Manchester City zur Halbzeit raus

Auch der verletzte Star selbst hielt sich bedeckt. Via Instagram schrieb der Belgier an seine über 17 Millionen Follower: „Ich arbeite bereits daran, wieder fit zu werden und der Mannschaft erneut helfen zu können.“ Deutlicher wurde hingegen die vereinsnahe Zeitung Marca. In deren Berichten ist von einem knapp sechswöchigen Ausfall die Rede. Damit kämen beide Partien gegen Bayern München (7. und 15. April – hier alle CL-Infos im Überblick) zu früh für den Keeper.

Bereits beim Aufwärmen im Rückspiel gegen City sollen Courtois Beschwerden am betroffenen Muskel geplagt haben. Der Belgier biss auf die Zähne und spielte die erste Hälfte zu Ende, ehe er Trainer Álvaro Arbeloa ein Zeichen gab, nicht weitermachen zu können. In der zweiten Hälfte übernahm Andriy Lunin – und hielt den 2:1-Auswärtssieg mit einigen starken Paraden fest.

Comebacks, Rekorde und Dramen: Historische Momente der Champions-League-Geschichte in Bildern

Die Nacht von München gehört bis heute zu den größten Momenten des deutschen Vereinsfußballs. Borussia Dortmund überraschte im Champions-League-Finale 1997 den großen Favoriten Juventus Turin und setzte sich im Olympiastadion mit 3:1 durch. Karl-Heinz Riedle traf doppelt, ehe Lars Ricken mit seinem ersten Ballkontakt den legendären Lupfer zum Endstand erzielte. Für den BVB war es der erste Triumph in der Königsklasse – ein Erfolg, der den Klub auf Europas Fußballthron katapultierte.
Das Endspiel von Barcelona gilt als eines der spektakulärsten Champions-League-Finals aller Zeiten – und aus Bayern-Sicht als die „Mutter aller Niederlagen“. Durch ein frühes Tor von Mario Basler führten die Münchner fast 90 Minuten lang, trafen zudem Pfosten und Latte – der Pokal schien sicher. Doch in der Nachspielzeit schlug Manchester United doppelt zu: Teddy Sheringham glich in der 91. Minute aus, Ole Gunnar Solskjær traf in der 93. Minute zum 2:1. Innerhalb von 120 Sekunden verloren die Bayern den sicher geglaubten Titel – ein Trauma, das bis heute nachwirkt.
Es war einer der schönsten Treffer der Champions-League-Geschichte: Im Finale zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen nahm Zinédine Zidane kurz vor der Pause einen hohen Ball direkt und schoss ihn mit einem linken Volley unhaltbar in den Winkel. Reals 2:1-Sieg im Hampden Park machte die „Königlichen“ zum Champion und Zidane zum Helden – sein Traumtor gilt bis heute als Inbegriff von Eleganz und Klasse im europäischen Fußball.
Im Viertelfinal-Rückspiel zwischen Real Madrid und Manchester United zeigte Ronaldo Nazário eine seiner größten Champions-League-Leistungen. Der brasilianische Stürmer erzielte im Old Trafford einen Hattrick, jeder Treffer auf seine Art ein Kunstwerk – kraftvoll, präzise, eiskalt. Obwohl United das Spiel 4:3 gewann, zog Real dank des 3:1 aus dem Hinspiel ins Halbfinale ein. Beeindruckend: Selbst die United-Fans erhoben sich nach seiner Auswechslung und spendeten Standing Ovations – eine der seltenen Szenen, in denen ein gegnerischer Spieler in Old Trafford gefeiert wurde.
Comebacks, Rekorde und Dramen: Historische Momente der Champions-League-Geschichte in Bildern

Der 27-jährige Ukrainer wird Courtois nun wohl auch im Viertelfinale vertreten müssen. Kurios: Lunin stand bereits in der Saison 2023/24 in beiden Duellen gegen die Münchner im Tor. In der laufenden Champions-League-Saison war er vor Manchester nur in Piräus eingesetzt worden, wo er beim 4:3-Sieg dreimal hinter sich greifen musste.

Thibaut Courtois fehlt Real in einer denkbar unglücklichen Phase. In der Liga hetzt Madrid dem Erzrivalen FC Barcelona hinterher, der Rückstand beträgt vier Punkte. Der zweimalige Welttorhüter war in dieser Saison mit 41 Einsätzen der mit Abstand meistbeschäftigte Spieler der Königlichen. (rele)

Rubriklistenbild: © IMAGO/ABACAPRESS

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