Viel Gegenwind

Rudi Völler schaltet sich in Debatte um DFB-Star ein

Ein DFB-Star hat kürzlich die Liga gewechselt. Er tut sich beim neuen Klub noch sehr schwer und wird kritisiert. Jetzt äußert sich Rudi Völler dazu.

Liverpool – Raus aus der Wohlfühl-Oase Leverkusen, rein ins Abenteuer Premier League – hinter Florian Wirtz liegt ein aufregender Sommer. So richtig angekommen ist er auf der Insel noch nicht, das wiederum sorgt für Kritik in den englischen Medien. Rudi Völler hingegen ist nicht nervös ob der Entwicklung des DFB-Stars: Er bittet um Geduld.

Rudi Völler spricht über DFB-Star Florian Wirtz.

Neun Pflichtspiele hat der deutsche Nationalspieler für die Reds absolviert, dabei gelang ihm nur eine Vorlage. Noch fehlt ihm oftmals der Zugriff aufs Spiel, was die gewohnt schonungslosen Medien Englands nicht gerne sehen. Ist es noch zu früh, um von einem Fehlstart zu sprechen? Oder platzt bald der berühmte Knoten bei Wirtz?

Rudi Völler bittet bei DFB-Star Wirtz um Geduld nach Liverpool-Wechsel

Rudi Völler weiß, womit sich Wirtz aktuell auseinandersetzen muss. Der BILD sagt der Sportdirektor des DFB voller Überzeugung: „Florian soll sich nicht verrückt machen lassen. Da habe ich keine Bedenken: Er wird es den Engländern noch zeigen.“ Was die jüngste Kritik überhaupt erst aufkommen ließ, war die Liverpool-Pleite in der Champions League gegen Galatasaray.

Mit 0:1 verloren die Engländer überraschend und Wirtz, der durchspielte, gelang gar nichts. Jamie Carragher ließ daraufhin kein gutes Haar am Deutschen, für den der englische Meister 140 Millionen Euro Ablöse gezahlt hatte. „Er ist einfach überhaupt nicht auf der Höhe. Im Moment denke ich, dass er aus der Mannschaft herausgenommen werden muss.“

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Trotzdem glaubt Völler: Die Qualität von Wirtz wird sich über kurz oder lang durchsetzen. „Florian spielt in einer neuen Liga und einem neuen Klub. Das sind normale Anpassungsprobleme. Die hat fast jeder Profi. Ich habe nicht den Hauch eines Zweifels, dass er mit seiner läuferischen und spielerischen Klasse den Durchbruch schafft.“

Wenn die deutsche Nationalmannschaft am 10. Oktober gegen Luxemburg und wenig später am 13. Oktober gegen Nordirland antritt, wird Wirtz im Kader stehen, das gab Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag bekannt. Der Offensivspieler will sich im Kreise des DFB-Teams Selbstvertrauen holen – damit vielleicht auch bald der Knoten beim neuen Klub platzt. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

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