„Von Herzen alles Gute“

Italiens Torhüter-Legende Buffon würdigt Neuer zum runden Geburtstag

Zum 40. Geburtstag von Manuel Neuer würdigt Torwart-Legende Gianluigi Buffon den Bayern-Kapitän – und erklärt, warum er das moderne Torwartspiel geprägt hat.

Wenn eine Torwart-Legende über eine andere spricht, lohnt sich genaues Hinhören. Anlässlich des 40. Geburtstags von Manuel Neuer (27. März) hat die italienische Torwart-Ikone Gianluigi Buffon den Bayern-Kapitän mit außergewöhnlichen Worten gewürdigt – und ihn als prägende Figur einer ganzen Generation hervorgehoben.

Torwart Legenden unter sich. Gigi Buffon gratulierte Neuer nach dem Sieg von Deutschland über Italien bei der EM 2016 (2. Juli 2026).

Im Interview mit dem Vereinsmagazin des FC Bayern München blickte Buffon zunächst auf seine eigene Karriere zurück. Schon in den 1990er-Jahren interpretierte der Italiener die Torwartrolle offensiv, stieß damit jedoch auf Widerstand. „Ich wurde damals als Verrückter abgestempelt. Torhüter hatten sich nicht außerhalb des Strafraums aufzuhalten“, erinnerte sich der Weltmeister von 2006.

Gigi Buffon erinnert sich an ikonischen Neuer-Moment

Erst Jahre später habe sich das Bild gewandelt. Buffon weiß, wer das maßgeblich zu verantworten hatte. Zwar habe Pep Guardiola beim FC Barcelona mit Víctor Valdés bereits neue Akzente gesetzt, doch die globale Aufmerksamkeit sei erst durch Neuer entstanden. Besonders das WM-Achtelfinale 2014 gegen Algerien habe einen Wendepunkt markiert: „Er hat damals den Eindruck vermittelt, ein Torwart zu sein, der das Spiel versteht. Er wusste, was passieren würde, er hat mit der Mannschaft interagiert.“

Dabei hebt Buffon nicht nur Neuers Spielweise hervor, sondern auch dessen Persönlichkeit und Einfluss auf das moderne Torwartspiel. „Mit seinem Timing, mit seiner Kraft, mit einer wundervollen Persönlichkeit hat er bewiesen, dass dies die Zukunft ist“, sagte der Italiener. Gleichzeitig betonte er, dass trotz aller spielerischen Weiterentwicklung die Kernaufgabe eines Keepers unverändert geblieben sei: „Auch Neuers beste Eigenschaft ist immer noch, Paraden zu zeigen und Bälle zu halten.“

Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Aleksandar Pavlović wird am 3. Mai 2004 in München geboren. Mit deutschen und serbischen Wurzeln wächst er als waschechter Münchner auf. Seine Geburts- und Heimatstadt wird später der Schauplatz seiner großen Karriere sein.
Schon früh zeigt der kleine Aleksandar eine außergewöhnliche Begabung für den Fußball. Beim SC Fürstenfeldbruck, einem Verein in der Nähe von München, tritt er das erste Mal gegen das runde Leder. Der Grundstein für eine steile Karriere.
Im Alter von nur sieben Jahren wechselt Pavlović vom SC Fürstenfeldbruck in das renommierte Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Ein großer Schritt für das Talent – und der Beginn einer engen Verbindung mit dem deutschen Rekordmeister.
Über zwölf Jahre durchläuft Pavlović sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern München. Er entwickelt sich Schritt für Schritt weiter und gilt intern schnell als eines der größten Talente des Vereins. Sein Stil als defensiver Mittelfeldspieler wird hier langsam deutlich.
Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Buffon entspannt – und humorvoll. „Er kann also noch fünf Jahre lang weitermachen“, sagte er lachend, bevor er zur Besonnenheit riet. Gerade bei der Frage, ob Neuer seinen Vertrag noch einmal verlängern soll, sei kein Schnellschuss gefragt. Vielmehr gehe es darum, die richtige Entscheidung im eigenen Tempo zu treffen.

Zum Abschluss fand Buffon persönliche Worte für seinen langjährigen Weggefährten: „Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute und gratuliere ihm zu seiner Karriere auf allerhöchstem Niveau.“ Und weiter: „Ich möchte ihm sagen, dass er sich mit der Entscheidung nicht beeilen, sondern in Ruhe in sich hineinhören soll.“ Ein Rat von einer Ikone an die andere – und vielleicht der passendste zum runden Geburtstag Neuers. (LF)

Rubriklistenbild: © imago sportfotodienst

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