Hoeneß-Aussagen sorgen für Aufregung

Jackson-Berater reagiert nach Ansage von Bayern-Urgestein Hoeneß

Bayern-Patron Uli Hoeneß plaudert pikante Details zum Jackson-Deal aus – Berater Kamara reagiert vielsagend.

München – Uli Hoeneß hat mit einem Auftritt im SPORT1-Doppelpass für mächtig Wirbel gesorgt. Der Ehrenpräsident des FC Bayern enthüllte nicht nur bisher unbekannte Details rund um den Last-Minute-Transfer von Nicolas Jackson, sondern schloss auch eine spätere Festverpflichtung des Stürmers praktisch aus. Die Antwort des Spielerlagers ließ nicht lange auf sich warten.

Nicolas Jackson

Die Münchner vermeldeten kurz vor Transferschluss die Leihe des Senegalesen vom FC Chelsea. Offiziell wurde von einer Leihgebühr in Höhe von 16,5 Millionen Euro berichtet. Laut Hoeneß sieht die Rechnung aber anders aus: „Der Spieler und sein Berater übernehmen drei Millionen Euro. Das heißt, der Spieler kostet 13,5 Millionen.“ Damit bestätigte er indirekt, dass Jackson selbst finanzielle Abstriche in Kauf nahm, um den Wechsel nach München zu ermöglichen.

Kaufoption wird wohl nicht greifen

Spannend sind vor allem die neuen Details zur Kaufoption. Diese liegt bei 65 Millionen Euro und soll unter bestimmten Bedingungen verpflichtend werden. Hoeneß präzisierte nun, dass es sich dabei um die Zahl von mindestens 40 Startelfeinsätzen handle – und schloss diese Möglichkeit sogleich aus: „Das macht er nie!“ Damit stellte er faktisch klar, dass die Bayern nicht mit einer automatischen Festverpflichtung rechnen.

Wenige Stunden nach den Aussagen meldete sich Jackson-Berater Diomansy Kamara via Instagram zu Wort: „Viele reden, aber nur wenige sagen die Wahrheit.“ Ohne den Ehrenpräsidenten namentlich zu erwähnen, deutete Kamara damit klar an, dass er Hoeneß widerspricht. Öffentlich nachlegen wollte er aber nicht: „Unsere einzige Priorität ist das entscheidende Spiel Senegals um die WM-Qualifikation. Der Rest wird zu gegebener Zeit geklärt.“

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Dass Hoeneß derartige Vertragsdetails öffentlich preisgibt, ist höchst ungewöhnlich. Normalerweise hält sich der Rekordmeister bei Ablösesummen, Gehaltsfragen oder Vertragsklauseln bedeckt. Besonders brisant: Mit seiner Prognose, Jackson werde nie auf 40 Startelfeinsätze kommen, nahm Hoeneß dem Neuzugang jegliche Chance, sich sportlich langfristig zu empfehlen – bevor dieser überhaupt ein Spiel im Bayern-Trikot absolviert hat.

Diese Offenheit sorgt nicht nur bei Fans für Verwunderung. Viele fragen sich, ob Hoeneß mit seinen Aussagen nicht unnötig Druck auf den 24-Jährigen ausübt – und damit für Unruhe sorgt, noch bevor Jackson in München richtig angekommen ist. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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