Kaum zu beruhigen
Sandro Wagner empört nach brutalem Foul gegen Bayern-Profi
Sandro Wagner hat mit dem FC Augsburg knapp gegen den FC Bayern verloren. Ein Foul erhitzte die Gemüter. Der Coach ist verärgert über einen FCB-Star.
Augsburg – Es war ein Derby, das seinem Namen alle Ehre machte. Der FC Augsburg präsentierte sich gegen den FC Bayern in kämpferischer Manier, holte einen 0:3-Rückstand beinahe noch auf. Nach der 2:3-Niederlage stand vor allem das brutale Foul von Sacha Boey gegen Robin Fellhauer im Mittelpunkt, FCA-Trainer Sandro Wagner zeigte sich wütend auf den Bayern-Star.
In der WWK-Arena lief bereits die Nachspielzeit, als beide einen etwas zu intensiven Zweikampf bestreiten. Während Fellhauer quasi senkrecht in den Kopfball geht, ist bei Boey deutlich mehr Tempo drin, er erwischt seinen Gegner mit dem Kopf direkt im Gesicht. Mit Rücken und Hinterkopf prallt der Augsburger auf den Boden, wird nach minutenlanger Behandlung abtransportiert.
FCA-Trainer Sandro Wagner wütet gegen Bayern-Star Boey
Sky-Experte Lothar Matthäus ordnete die Situation wie folgt ein: „Es ist eine brutale Situation. So darf er nicht rangehen. Er kann sich selbst verletzten. Robin Fellhauer fällt noch hinten runter, ungebremst auf den Hinterkopf. Das hat ganz schlimm ausgesehen.“ Trainer Sandro Wagner verriet im Interview nach dem Schlusspfiff, dass sich sein Spieler wohl eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen habe.
Anschließend holt der neue Coach der Fuggerstädter zur harten Kritik an Boey aus. „Ich unterstelle ihm keine Absicht. Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte, dass er nicht zu cool für die Welt weggeht, sondern direkt Entschuldigung sagt und nicht erst dann, wenn er sieht, dass der junge Mann sich nicht bewegen kann.“
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In der hitzigen Schlussphase, zum Zeitpunkt des Fouls stand es ja nur 3:2 für den deutschen Rekordmeister, dachten die Stars der Münchner weniger an einen verletzten Augsburger Kicker, sondern vielmehr an die drei Punkte. Auch das sorgt für eine kleine Schelte Wagners, der sich mehr Verständnis von den Gästen gewünscht hätte.
„Und dass der eine oder andere auf der Bayern-Bank etwas schneller die Synapsen anmacht und sich nicht beschwert, dass es kein Foul war. Das macht man einfach nicht.“ Offizielle Statements aus München dürften folgen, der verletzte Fellhauer kann die nun folgende Länderspielpause nutzen, um sich vom schweren Kopftreffer zu erholen. (is)
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