„Nicht einen Moment gezögert“

Bayern-Wunschspieler Gordon dachte nicht an Wechsel nach München

Anthony Gordon wurde am Freitag stolz als neuer Spieler des FC Barcelona präsentiert – und hat verraten, warum der FC Bayern quasi chancenlos war.

Der Transfersommer 2026 hat seinen ersten großen Wechsel hervorgebracht: Anthony Gordon verlässt Newcastle United und schließt sich dem FC Barcelona für eine stattliche Ablöse von rund 80 Millionen Euro an. Für die Katalanen ist es ein echter Coup – für den FC Bayern hingegen eine bittere Niederlage im Werben um einen ihrer Wunschspieler.

Anthony Gordon hat beim FC Barcelona bis 2031 unterschrieben – und dem FC Bayern einen Korb verpasst.

Der 25-jährige Engländer unterschreibt in Barcelona unter Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick einen Vertrag bis 2031. Und bei seiner Vorstellung ließ er tief blicken: Ein Transfer nach München war für ihn offenbar nie ernsthaft eine Option. Der Wechsel zum katalanischen Klub seiner Träume war Gordons Ziel – schon seit seiner Kindheit.

FC Bayern war bei Wunschsspieler Gordon chancenlos – Transfer zum FC Barcelona perfekt

„Ich wollte als Kind für Barca spielen – ob du es glaubst oder nicht“, erklärte Gordon bei seiner Vorstellung. Sogar sein Spanisch hatte er für diesen Moment trainiert: Täglich übte er mit seinem Physiotherapeuten in Newcastle – weil er stets daran glaubte, diesen Transfer eines Tages zu vollziehen.

Dass auch der FC Bayern Interesse hatte, ließ den Nationalspieler demnach offenbar komplett kalt: „Als ich herausgefunden habe, dass Barca interessiert ist, habe ich nicht einen Moment gezögert“, versicherte der 25-Jährige. Für Barca zu spielen sei ein „Kindheitstraum“, schwärmte der Flügelspieler. „Für einen Klub wie diesen unterschreibt man nicht jeden Tag. Ich bin sehr aufgeregt.“ Bayern-Legende Thomas Müller kann die Entscheidung Gordons derweil nicht nachvollziehen.

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Abgangskandidat: Leon Goretzka
Der Mittelfeldspieler gilt als „Dauer-Verkaufskandidat“ und hat unter Kompany keine Stammplatz-Garantie mehr. Verschiedene europäische Topklubs zeigen bereits Interesse an dem 30-Jährigen.
Die Bayern-Bosse würden einen Verkauf begrüßen, um Gehaltskosten zu sparen und Platz für neue Talente zu schaffen. Da sein Vertrag ausläuft, wird Goretzka wohl ablösefrei gehen.
Abgangskandidat: Javier Fernández
Der spanische Jugendspieler, der hauptächlich in der zweiten Mannschaft des FCB spielt, konnte sich bisher nicht durchsetzen und steht vor einem möglichen Abgang. Mehrere Vereine aus La Liga sollen bereits Interesse bekundet haben.
Bayern sieht in Fernández, hier im Testspiel neben Lennart Karl, zwar Potenzial, zweifelt aber an seiner Anpassungsfähigkeit ans System. Ein Leihgeschäft oder Verkauf wird als wahrscheinlichste Option betrachtet.
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Sportlich überzeugte Gordon zuletzt auf höchstem Niveau: In der abgelaufenen Saison erzielte er 17 Tore für Newcastle, davon zehn allein in der Champions League – ausgerechnet auch gegen den FC Barcelona. Ein Detail, das Barca-Coach Hansi Flick offenbar beeindruckte. Der FC Bayern soll mit einem Wunschpreis von rund 60 Millionen Euro ebenfalls bereit gewesen sein, tief für Gordon in die Tasche zu greifen. Nachdem Barca rund 20 Millionen mehr bot, hätten sich die Münchner Berichten zufolge aus dem Poker zurückgezogen.

Vor seinem ersten Abenteuer außerhalb Englands reist Gordon zunächst mit der englischen Nationalmannschaft zur WM 2026. Trainer Thomas Tuchel berief ihn in den 26-Mann-Kader. Ein Weltturnier als Aufwärmübung für die Barca-Ära. Dieser Sommer dürfte Gordon noch lange in Erinnerung bleiben. (LuHa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Press Wire

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