Mehr Spannung garantiert?

Umstrittene Meinung: Bayern-Boss lobt neues Champions-League-Format

Zum zweiten Mal wird die Vorrunde der Champions League nun als Ligaphase ausgespielt. Ex-FCB-CEO Karl-Heinz Rummenigge gefällt das neue Format ausgesprochen gut.

München – Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärt der frühere Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge den Vorteil der neuen Ligaphase gegenüber den alten Vierergruppen in den europäischen Fußball-Wettbewerben: „In der alten Gruppenphase war nach dem vierten Spieltag oft schon alles entschieden. Bayern München war regelmäßig durch, und es gab ein, zwei bedeutungslose Spiele“ Die Fans würden nun ständig aufs Handy schauen: „Wo steht Bayern? Wo steht Real? Der UEFA ist damit ein echter Coup gelungen.“

Karl-Heinz Rummenigge: Früher Weltklassespieler und CEO des FC Bayern, heutige Mitglied des mächtigen Vereins-Aufsichtsrats.

„Und die Großen haben verstanden, dass sie von Beginn an Vollgas geben müssen, um unter die ersten Acht zu kommen – denn das wollen alle“, bemerkt der Europameister von 1980. Auch FCB-Toptorjäger Harry Kane möchte den Umweg über die Play-offs diesmal tunlichst vermeiden. „Letztes Jahr hatten wir durch die zusätzlichen Spiele gegen Celtic Glasgow eine anstrengende Phase. Wir haben da einige Spieler durch Verletzungen verloren“, so der 32-Jährige Engländer vor dem Duell mit Chelsea am Mittwoch.

Spitzenvereine mit Lerneffekt?

In der vergangenen Saison gerieten einige große Klubs wie der FC Bayern, Real Madrid, Manchester City, selbst der spätere Sieger Paris Saint-Germain nach schwachem Liga-Start unter Druck, schafften es aber schließlich doch in die K.O.-Phase. Rummenigge erwartet, dass die Top-Klubs in dieser Spielzeit souveräner auftreten werden: „Vor einem Jahr war vieles noch neu, da sind manche Topvereine die eine oder andere Partie noch etwas lockerer angegangen. Da erwarte ich jetzt einen deutlichen Lerneffekt.“

Neues Format in allen europäischen Wettbewerben eingeführt

Zur Saison 2024/2025 löste das neue Format die über drei Jahrzehnte etablierte Gruppenphase in der Champions League ab. Auch in dieser Spielzeit gehen wieder 36 Teams an den Start, die sich an acht Spieltagen in einer großen Liga messen. Die besten Acht qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale, die Plätze neun bis 24 spielen nach einer Setzliste, die auch für die weiteren KO-Runden entscheidend ist, in einer Play-off-Runde die übrigen Tickets aus.

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Manuel Neuer: Wurde lange nicht gefordert und lenkte dann einen strammen Schuss von Leverkusens Tella stark am Tor vorbei (52.). War da, wenn man ihn brauchte. Note: 2
Konrad Laimer: Hatte auf der linken Seite viel Offensivdrang. Defensiv zudem tadellos. Note: 2
Dayot Upamecano: Ließ zu Beginn die Chance aufs 1:0 liegen, verteidigte dafür fehlerfrei und gewann mit seinen aggressiven Tacklings zahlreiche Bälle. Note: 2
Jonathan Tah: Entschied die wichtigen Duelle für sich und hielt Leverkusens Stürmer souverän in Schach. Note: 3
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Auch die Vorrunden der Europa League und der Conference League werden nach diesem System ausgespielt, in der Conference League werden jedoch nur sechs statt acht Spiele absolviert. Ob Rummenigge allerdings damit recht hat, dass auch eine Mehrheit der Fans das neue neue System bevorzugt, muss angezweifelt werden. Jüngste Umfragen ergeben ein ganz anderes Meinungsbild.

Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit fcbayerntotal.com

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Rubriklistenbild: © IMAGO/Christopher Neundorf

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