Kane kriegt Pause – Pavlović fraglich

Bayern zittert vor Super-April um seine Nationalspieler

Der FC Bayern braucht seine Spieler in der entscheidenden Saisonphase topfit. Die Länderspiele sind ein Faktor, der traditionell Sorge bereitet.

Eine Sache war Jonas Urbig wichtig. „Ich habe nicht gelogen“, sagte der Keeper des FC Bayern nach dem 4:0 (2:0) gegen Union Berlin über das Prozedere seiner ersten DFB-Nominierung. Am Mittwoch hatte sich der Neuling noch unwissend gezeigt, „aber der Bundestrainer hat mich auch erst am Donnerstag angerufen“, versicherte er. So oder so gehört Urbig nun zu den 17 Profis des Rekordmeisters, die in den kommenden eineinhalb Wochen ausgeflogen sind – und von der Säbener Straße aus genau beäugt werden.

Unter anderem Kane und Pavlovic: Der FC Bayern hofft für den Saisonendspurt auf volle Fitness bei seinen Nationalspielern.

Zwar sagte Sportdirektor Christoph Freund: „Wir wären schlecht beraten, da jetzt Angst zu haben. Wir gehen davon aus, dass alle fit zurückkommen.“ Dennoch erinnert man sich intern noch genau an dieselbe Zeit des Vorjahres, in der den Bayern diverse Schlüsselspieler wegbrachen. Alphonso Davies riss sich das Kreuzband, Dayot Upamecano musste am Knie operiert werden: Schwere Verletzungen wie diese sollen heuer tunlichst vermieden werden.

Bayern hofft auf fitte Profis nach der Länderspielpause

Die Hoffnung der Bayern: dass – anders als 2025 – mit Blick auf die WM im Sommer nur Freundschaftsspiele anstehen. Und dass man die Kommunikation mit den Nationaltrainern bewusst sucht. Vincent Kompany sagt: „Es gibt keinen großen Unterschied zwischen den Wünschen der Nationalmannschaft und unseren.“

Während die Nationaltrainer ihre Spieler ab Mitte Juni topfit brauchen, müssen sie bei Bayern schon ab der Rückkehr im April in Topform sein. Daher wird aktuell auch genau abgewogen, welche Belastung man welchem Spieler zutrauen kann. Harry Kane etwa hat von England-Coach Thomas Tuchel wie diverse andere Leistungsträger ein Spiel Pause verordnet bekommen und freut sich, „mental ein wenig abschalten zu können“.

FC Bayern knackt historischen Rekord: Die torgefährlichsten Top-Teams aller Zeiten

Platz 26: FC Bayern München 1971/72, 101 Tore. 
Als bisher torreichste Bundesliga-Mannschaft verfehlt der FC Bayern die Top 25 dieses Rankings um genau ein Tor. Die Meisterschaft gewinnen Gerd Müller (vorne) und Co. natürlich trotzdem.
Platz 19: Real Madrid 2010/11, 102 Tore.
Der erste von insgesamt neun Auftritten in dieser Statistik. Die Mannschaft von Real Madrid ist in diesen Jahren ein Who-is-who des Weltfußballs.
Platz 19, Manchester City 2013/14, 102 Tore.
Angeführt von Torjäger Sergio Agüero (r.) holt Manchester City den Premier-League-Titel.
Platz 19: Manchester City 2019/20, 102 Tore.
Sechs Jahre später replizieren die „Citizens“ ihr Offensivfeuer. Dieses Mal reicht es allerdings nicht für den Titel. City schießt zwar 17 Tore mehr als Meister Liverpool, holt aber 18 Punkte weniger.
FC Bayern knackt historischen Rekord: Die torgefährlichsten Top-Teams aller Zeiten

Und das Vorgehen bei Aleksandar Pavlović wurde am Sonntag intensiv im Kollektiv debattiert. Gegen Union fehlte der Mittelfeldspieler wegen Problemen am Hüftbeuger, Kompany kündigte ein Gespräch mit Julian Nagelsmann an. Die Tendenz geht dahin, dass Pavlovic die DFB-Spiele absagen wird. Freund ergänzte: „Wir müssen vorsichtig sein. Er soll nichts Größeres davontragen.“ Denn das wäre – ungelogen! – „das Schlimmste für alle“.

Rubriklistenbild: © IMAGO/kolbert-press

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