Für Kompany gewohnt

Jackson könnte beim FC Bayern den Systemumbruch einleiten

Kurz vor Transferschluss landete Nicolas Jackson dann doch beim FC Bayern. Er könnte ein besoderes Puzzlestück für Vincent Kompany werden.

München – Harry Kane hat beim 3:2-Sieg in Augsburg sein 100. Pflichtspiel für den FC Bayern absolviert und dabei einmal mehr gezeigt, warum er jeden Cent seiner Rekordablöse wert ist. Mit Nicolas Jackson steht dem Engländer nun erstmals seit seinem Wechsel einen zweiten Weltklasse-Mittelstürmer zur Seite – und das könnte die taktische Ausrichtung der Münchner verändern.

Nicolas Jackson jubelte letzte Saison über den Gewinn der Conference Leagua. Diese Spielzeit will er mit dem FC Bayern auf Titeljagd gehen.

Seit seiner Ankunft im Sommer 2023 von den Tottenham Hotspur trifft Kane in einem atemberaubenden Rhythmus. 91 Tore und 26 Vorlagen in 100 Pflichtspielen, darunter neun Hattricks, sprechen eine klare Sprache. Im Schnitt ist der Kapitän der englischen Nationalmannschaft alle 70,5 Minuten an einem Treffer beteiligt.

Trendet beim FC Bayern bald die Doppelspitze?

Als erster Spieler der Bundesliga-Historie wurde er in seinen beiden Debütsaisons Torschützenkönig, 2023/24 mit 36 Treffern sogar Europas erfolgreichster Angreifer. Jetzt jagt Kane die nächste Marke: die 100-Tore-Grenze im Bayern-Trikot. Sollte er seinen Schnitt halten, würde er diesen Rekord schneller erreichen als Robert Lewandowski (136 Spiele) oder Gerd Müller (138).

Mit der Last-Minute-Verpflichtung von Nicolas Jackson hat der FC Bayern eine neue taktische Möglichkeit hinzugewonnen. Der Senegalese kam per Leihe vom FC Chelsea und bringt mit seiner Dynamik, Physis und Flexibilität ein spannendes Profil mit.

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Jackson ist kein klassischer Strafraumstürmer. Vielmehr versteht er es, sich ins Mittelfeld fallen zu lassen, Bälle festzumachen und dann mit Tempo in die Tiefe zu starten. Damit könnte er genau die Räume nutzen, die entstehen, wenn Kane sich im Spielaufbau fallen lässt. Zwei Puzzleteile, die auf dem Papier perfekt zusammenpassen.

Bisher agierten die Münchner fast ausschließlich im gewohnten 4-2-3-1-System, das seit Louis van Gaal Tradition hat. Mit Jackson könnte Trainer Vincent Kompany aber zu einem 4-4-2 wechseln – ein System, das er bereits erfolgreich bei Burnley praktizierte.

Auch für Kane wäre eine Doppelspitze nichts Neues. In Tottenham bildete er jahrelang mit Heung-min Son ein Weltklasse-Duo. Der Engländer ließ sich dabei häufig ins Mittelfeld zurückfallen und spielte präzise Steilpässe auf den schnellen Südkoreaner, der in die Tiefe startete. Dieses Muster ließe sich mit Jackson übertragen.

Ob Kompany tatsächlich auf eine Doppelspitze setzt oder Jackson vorerst nur als Backup eingeplant ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Klar ist: Mit Kane in Rekordform und Jackson als zusätzlicher Option verfügt der FC Bayern über eine Offensive, die für jede Abwehr schwer auszurechnen ist. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mikolaj Barbanell / SOPA Images

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