Nächster Rückschlag
SGE-Fans fallen mit Pfiffen gegen eigenen Spieler auf – Abgang im Winter wahrscheinlich
Der Champions-League-Auftritt gegen Atalanta Bergamo verlief ernüchternd für Eintracht Frankfurt. Ein Offensivstar wurde sogar von den eigenen Fans ausgepfiffen.
Frankfurt – Was für ein bitterer Mittwochabend für Eintracht Frankfurt. Die Adler verloren im eigenen Stadion mit 0:3 gegen Atalanta Bergamo (der Ticker zum Nachlesen) und sind somit seit vier Champions-League-Spielen ohne Sieg. Der nächste Dämpfer: Stürmer Jonathan Burkardt wurde ausgewechselt, verletzte sich an der Wade. Die Fans der SGE sorgten ebenfalls für einen unerfreulichen Moment, denn sie pfiffen Elye Wahi bei dessen Einwechslung aus.
Schon seit Wochen steht der junge Franzose in der Kritik, wird bereits als Fehleinkauf abgestempelt. Einsätze von Anfang an bekommt er nicht, wird er eingewechselt, läuft es auch nicht rund. So auch an diesem Abend gegen Atalanta Bergamo. Wahi war kaum im Spiel, schon schloss er nach einem schönen Zuspiel hastig ab, ohne nach links und rechts zu blicken.
Eintracht-Star Wahi bei Einwechslung von Fans ausgepfiffen
Eine Kurzschlussreaktion, die etwas mit seiner Einwechslung zu tun hatte? Als Wahi in die Partie kam, hatten die Adler die drei Gegentore bereits hinnehmen müssen. Die Fans der Frankfurter standen dennoch hinter ihrer Mannschaft, stellten die Unterstützung nicht ein. Pfiffe waren nach drei Gegentreffern binnen weniger Minuten nicht zu hören – bis Wahi kam.
Eine berechtigte Aktion? Der 22-Jährige kommt gar nicht auf die Beine, wirkt komplett verunsichert. Die 26 Millionen Euro, die die Eintracht für ihn nach Marseille überwiesen hat, haben sich bislang ganz und gar nicht ausgezahlt. Einige Anhänger der SGE kritisierten die Zuschauer im Deutsche Bank Park, stellten sich auf der Plattform X hinter den Angreifer.
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Ein Fan schreibt: „Geisteskrank, dass bei der Wahi-Einwechslung gepfiffen wird. Ich reg mich auch regelmäßig über Spieler auf, aber das ist geisteskrank erbärmlich, ihr Vollidioten.“ Nicht nur er missbilligt die lauten Pfiffe, die im Stadion zu hören waren. „Wer einen eigenen Spieler auspfeift, braucht sich nicht mehr über Erfolgsfans usw. beschweren, der ist nämlich nicht besser.“
Viel helfen wird dem jungen, glücklosen Offensivspieler nicht, dass etliche Fans seines Vereins ihm den Rücken stärken. Ein Wechsel im Winter gilt nicht als unwahrscheinlich. Verlaufen auch seine nächsten Auftritte glücklos, dürfte die Geduld der Verantwortlichen auch zu Ende gehen. Pfiffe wird es aus der Führungsetage immerhin nicht geben. (is)
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