Immer wieder „Hansi“-Sprechchöre

Flick und Barca schaffen im Clásico etwas, was es seit 1932 nicht mehr gab

Hansi Flick erlebt nach dem Triumph gegen Real Madrid bewegende Meister-Momente im Camp Nou – und bedankt sich emotional bei Fans und Mannschaft.

Immer wieder hallte es lautstark von den Rängen: „Hansi Flick, Hansi Flick“. Der deutsche Erfolgstrainer des FC Barcelona hatte soeben mit seinem FC Barcelona mit 2:0 gegen Real Madrid im Clásico gewonnen und damit die spanische Meisterschaft perfekt gemacht. Auch die Barca-Stars ließen ihren Erfolgstrainer immer wieder hochleben.

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Bei der Siegerehrung nahm der 61-Jährige – wenige Stunden nach der Nachricht über den Tod seines Vaters – sichtlich bewegt die Beileidsbekundungen sowie die Glückwünsche zum erneuten LaLiga-Titel entgegen. Und das ausgerechnet nach dem Spiel der Spiele in Spanien. Barcelona machte zum ersten Mal überhaupt im Klassiker die Meisterschaft perfekt, zuvor hatte Real Madrid 1932 (!) dieses Kunststück vollbracht.

Sprechchöre für Flick – Barcelona feiert Titel-Triumph ausgerechnet gegen Real

„Das war ein harter Tag für mich. Mein Vater ist gestorben“, gestand der ehemalige Bundestrainer Flick „Mein Team ist fantastisch,ich liebe es. Es ist wie eine Familie. Sie haben heute alles gegeben, ich bin wirklich stolz.“ Auch bei den Fans bedankte sich Flick: „Es ist großartig in diesem Stadion die Meisterschaft im Clásico gegen Real Madrid zu gewinnen.“ 

Marcus Rashford (9. Minute) und Ferran Torres (18.) erzielten die Barça-Tore. Der alte und neue Meister ist bei noch drei ausstehenden Spielen mit 91 Punkten nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Real bleibt vorerst Zweiter mit 77 Punkten. Wenige Stunden vor dem Abpfiff hatte der Verein bekanntgegeben, dass der Vater von Flick gestorben ist.

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Reinhard „Stan“ Libuda: FC Schalke 04 ↔ Borussia Dortmund (1965/1968)

Libuda wechselte 1965 „schweren Herzens“ zum BVB, weil Schalke als Tabellenletzter abgestiegen war - was später durch Ligaaufstockung aufgehoben wurde. Der Wechsel war die „Mutter aller brisanten Transfers“ im Ruhrgebiet, erstmals fielen Begriffe wie „Judas“ und „Verräter“, sein Haus wurde beschmiert.
Lothar Matthäus: Borussia Mönchengladbach → Bayern München (1984)

Matthäus‘ Wechsel für 2,4 Millionen Mark sorgte für großen Wirbel, da er als Gladbacher Eigengewächs und Publikumsliebling zum verhassten Rivalen ging. Besonders bitter: Im DFB-Pokalfinale 1984 verschoss er für Gladbach ausgerechnet gegen seinen künftigen Verein Bayern den entscheidenden Elfmeter - sein Wechsel stand bereits fest.
Andreas Möller: Borussia Dortmund → FC Schalke 04 (2000)

Der deutsche Nationalspieler wechselte 2000 nach seiner Rückkehr aus Italien direkt von Borussia Dortmund zum Erzrivalen Schalke 04 und sorgte für einen der größten Skandale im Ruhrgebiet. Besonders schmerzhaft für BVB-Fans: Möller war 1997 Champions League-Sieger mit Dortmund geworden und galt als Vereinsikone, bevor er zu den „Knappen“ ging und dort sogar Kapitän wurde.
Jens Jeremies: TSV 1860 München → FC Bayern München (1998)

Der defensive Mittelfeldspieler wechselte 1998 vom Stadtrivalen 1860 zu Bayern München und sorgte damit für große Empörung bei den „Löwen“-Fans. Besonders schmerzhaft: Jeremies war bei 1860 Stammspieler und Publikumsliebling gewesen, bevor er für 4,5 Millionen Mark
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„Der FC Barcelona und die ganze Blaugrana-Familie möchten Hansi Flick unser Beileid zum Tod seines Vaters aussprechen. Wir teilen deinen Schmerz und stehen dir und deiner Familie in diesem schweren Moment bei“, schrieb der Verein auf X. Flick entschied sich trotz der emotionalen Belastung, im Topspiel an der Seitenlinie zu stehen.

Beide Mannschaften liefen im Camp Nou mit Trauerflor auf, vor Spielbeginn gab es für Flicks Vater zudem eine Gedenkminute.  Nach dem Abpfiff feierten Flick und seine Barça-Spieler dann den insgesamt 29. Meistertitel des katalanischen Clubs. Für Flick ist es der vierte in einer nationalen Liga. 2020 und 2021 hatte er mit dem FC Bayern die deutsche Meisterschaft gewonnen, nun holte er zweimal nacheinander den Meistertitel mit dem FC Barcelona.

Rubriklistenbild: © IMAGO / NurPhoto

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