Verhandlungen mit dem FC Chelsea

Steht nun der Doppel-Transfer des BVB bevor?

Borussia Dortmund könnte gleich zweimal beim FC Chelsea zuschlagen. Neben Carney Chukwuemeka steht ein zusätzlicher Spieler der Engländer im Fokus.

Dortmund – Das Schlüsselwort für die Fans des BVB heißt in dieser Transferperiode: Geduld. Die könnte sich nun aber endlich auszahlen. Nachdem Borussia Dortmund mit Jobe Bellingham zwar den Toptransfer bereits Anfang Juni vor der Klub-WM getätigt hat, kam mit Torwart Patrick Drewes seither lediglich nur eine kleine Kaderergänzung hinzu. Jetzt könnten die Schwarz-Gelben zum langersehnten Transferdoppelschlag ausholen.

Der BVB könnte mit Carney Chukwuemeka und Aarón Anselmino gleich zwei Spieler vom FC Chelsea nach Dortmund holen.

Wie Sky-Reporter Patrick Berger auf X berichtet, befindet sich der BVB in direkten Gesprächen mit dem FC Chelsea. Dabei soll es zum einen um Mittelfeldspieler Carney Chukwuemeka gehen, der bereits letzte Saison an die Dortmunder verliehen war. Zum anderen ist der junge argentinische Innenverteidiger Aarón Anselmino in den Fokus der Borussia geraten. Die Engländer haben dem Bundesligisten demnach einen Doppel-Deal vorgeschlagen, wie es heißt.

Chukwuemeka und Anselmino sollen vom FC Chelsea zum BVB kommen

Demnach soll der BVB den Engländer Chukwuemeka dauerhaft an sich binden, während der 20-jährige Anselmino per Leihe ins Ruhrgebiet kommen soll. Die Gespräche dauern an. Borussia Dortmund setzt sich intern intensiv mit dem Argentinier auseinander. Der Südamerikaner wurde bei den Boca Juniors ausgebildet und vor einem Jahr für 16,5 Millionen Euro aus Buenos Aires losgeeist.

Es folgte eine Rückleihe nach Argentinien. Seit Beginn des Jahres ist der junge Innenverteidiger fest auf der Insel, kam allerdings für die erste Mannschaft nur einmal zum Einsatz. Bei der Klub-WM durfte Anselmino im Achtelfinale zwei Minuten gegen Benfica ran. Bereits Anfang Juli gab es Berichte aus Argentinien über ein BVB-Interesse. Der 20-Jährige soll laut Transferexperte Fabrizio Romano den Dortmunder bereits seine Zusage gegeben haben. Die Leihe soll aber nur stattfinden, wenn sich die Klubs auch wegen Chukwuemeka einigen können.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Schon während der Klub-WM sagte BVB-Ziel Aarón Anselmino deutlich: „Meine Idee ist es, bei Chelsea zu bleiben, aber nach Gesprächen mit dem Trainer glaube ich, dass es besser wäre, woanders mehr Erfahrung zu sammeln. Ich denke, es wird mir sehr dabei helfen, als Spieler zu wachsen.“ Bei Chukwuemeka scheiterte es indes bislang an den Ablöseforderungen des FC Chelsea.

Eine preiswerte Anselmino-Leihe könnte dem BVB allerdings mehr Spielraum ermöglichen. Gleichzeitig könnte das unglückliche Transferaus von Juan Giménez von Rosario Central, der sich unlängst schwer verletzt, wodurch sein Wechsel nach Dortmund scheiterte, auf diese Weise kompensiert werden. Die freigewordenen Ressourcen könnten dann in Chukwuemeka investiert werden. Mit diesem Transfer-Doppelschlag könnten die BVB-Fans zufriedengestellt werden. (jsk)

Rubriklistenbild: © Imago/Montage

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