Sechzehntelfinale der Fußball-WM
Herzschlagfinale im WM-Sechzehntelfinale: Davies bringt die Wende
Kanada steht zum ersten Mal im WM-Achtelfinale. In einer zähen Partie fällt der Siegtreffer erst in der Nachspielzeit. Den Ticker zum Nachlesen.
Fazit: Kanada steht zum ersten Mal in ihrer Geschichte unter den besten 16 Teams bei einer WM. Es war jedoch ein zäher Weg, denn offensiv bot der Gastgeber Magerkost. Südafrika machte es nicht sonderlich besser, wirkte in der ersten Hälfte aber etwas zielstrebiger. Nach der Pause waren Großchancen zwar weiter Mangelware, die Einwechslung von Alphonso Davies in der Schlussphase belebte Kanada aber. So schoss Stephen Eustaquio das goldene Tor.
Ausgangsmeldung: Nach 72 Gruppenspielen bei der Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA startet nun das Sechzehntelfinale. Zum Auftakt der K.-o.-Runde treffen mit Südafrika und Kanada gleich zwei Debütanten aufeinander, die bisher nie über die Vorrunde hinausgekommen sind. Eine der beiden Nationen wird somit den historisch ersten Erfolg in einer WM-K.-o.-Phase feiern, der in Deutschland live im TV und Stream zu sehen sein wird.
Die Kanadier spielen erstmals außerhalb ihrer Landesgrenzen, denn das Spiel findet in Los Angeles statt. Der Ort ist für Alphonso Davies kein gutes Pflaster, denn vor einem Jahr verletzte er sich dort schwer, und weil die Kanadier nicht erkannten, dass er einen Kreuzbandriss erlitten hatte, gab es Zwist mit dem Arbeitgeber von Davies, dem FC Bayern.
Davies fit für Sechzehntelfinale: Zieht Kanada bei der WM in die nächste Runde ein?
„Zurück in diesem Stadion zu sein, fühlt sich an, als könnte ich jetzt etwas zu Ende bringen, das ich vor einem Jahr begonnen habe, und ich habe es wirklich genossen, hier zu spielen“, sagte der Linksverteidiger vor dem Spiel. Die gute Nachricht an dieser Aussage: Er wird zum ersten Mal bei dieser WM auf dem Feld stehen, wenngleich noch nicht sicher ist, ob er in der Startelf stehen wird.
Kanada wird neben Davies aber auch auf Innenverteidiger Moise Bombito zurückgreifen können. „Das verändert das Potenzial unseres Teams und unsere Möglichkeiten in diesem Turnier. Die ganze Idee war: ‚Können wir im Laufe des Turniers immer stärker werden? Und wenn die Gegner immer stärker werden und die entscheidenden Momente immer wichtiger?‘ Genau da stehen wir gerade“, erklärte Nationaltrainer Jesse Marsch vor dem Spiel.
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Auf der anderen Seite will sich Südafrika aber auch nicht kampflos geschlagen geben. „Ich denke, wir können schon jetzt sagen, dass die Weltmeisterschaft für uns ein Erfolg ist“, sagte der Coach Hugo Broos am Samstag. „Das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt zufrieden geben, morgen einfach nur das Spiel bestreiten und dann nach Hause fahren. Man will mehr.“
Dabei kann er auch wieder auf Mittelfeldspieler Teboho Mokoena setzen, der das letzte Gruppenspiel wegen einer Gelbsperre verpasst hatte. „Wir müssen unser Bestes geben. Sollten wir es aber erneut schaffen und in die dritte Runde kommen, dann wäre das ein Wunder für die Bafana Bafana“, ist sich Broos sicher. (smu)
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