Alte Barca-Probleme

Ter Stegen mit angeblich historischer Weigerung: FC Barcelona leitet Disziplinarverfahren ein

DFB-Torhüter Marc-André ter Stegen steht wegen einer historischen Weigerung beim FC Barcelona in der Kritik. Der Klub lässt eine Hintertür offen.

Barcelona – Erst zur Nummer Drei degradiert, dann die Ankündigung einer erneuten Operation. Für Marc-André ter Stegen könnte es derzeit kaum schlechter laufen. Die Hintergründe, warum es allem Anschein nach von seiner Seite derzeit zu einer Eskalation mit dem FC Barcelona kommt, bleiben jedoch unklar.

Marc-André ter Stegen erholt sich derzeit von einer Rücken-OP. Doch auch fit wäre er beim FC Barcelona wohl derzeit auf dem Abstellgleis, nun droht die Situation zu eskalieren.

Ter Stegen soll die Herausgabe der medizinischen Berichte über seine Verletzung und Operation verweigern. Konkret geht es um die Weiterleitung der Berichte an die Medizinische Kommission der LaLiga. Diesem Vorgang widersetzt sich der verletzte Torhüter, mit Folgen für den FC Barcelona.

FC Barcelona leitet Disziplinarverfahren gegen ter Stegen ein

Hintergrund der Weiterleitung der medizinischen Daten ist, dass anhand der Berichte festgestellt werden soll, ob eine Genesungsdauer von fünf oder mehr Monaten zu erwarten ist. Sähe die Liga-Kommission dies als gegeben an, dürfte der FC Barcelona 80 Prozent von ter Stegens Gehaltes für die Fair-Play-Gehaltsregelung nutzen. Im enorm strapazierten Finanzgefüge der Katalanen heißt das: Mindestens ein weiterer Spieler könnte für den Spielbetrieb gemeldet werden.

Fest steht bereits, wessen Registrierung mit den ter-Stegen-Millionen gesichert werden soll: Torhüter Joan García kam zu Saisonbeginn für 25 Millionen Euro von Espanyol Barcelona. In offiziellen Wettbewerben darf er aber (noch) nicht spielen. Und weil der FC Barcelona rund um Präsident Joan Laporta dies ändern will, hat man laut Mundo Deportivo nun ein internes Disziplinarverfahren gegen Marc-André ter Stegen eingeleitet.

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Noah Atubolu (Jahrgang: 2002), Tor: Die Nummer eins des SC Freiburg überzeugt im jungen Alter Woche für Woche in der Bundesliga. Durch die Europapokal-Spiele mit den Breisgauern ist Atubolu zudem bereits international erfahren. In der deutschen U21 fängt er inzwischen regelmäßig. (DFB-Bilanz bisher: Kein A-Länderspiel.)
Diant Ramaj (Jahrgang: 2001), Tor: Ramaj gab sein Bundesliga-Debüt 2022 für Eintracht Frankfurt. Über Ajax Amsterdam kam er Anfang 2025 zu Borussia Dortmund, wo er irgendwann Stammtorhüter werden soll. (DFB-Bilanz bisher: Kein A-Länderspiel.)
Jonas Urbig (Jahrgang: 2003), Tor: Wird Jonas Urbig der neue Manuel Neuer? Auf Vereinsebene soll er das, wechselte im Januar 2025 zum FC Bayern. Auf lange Sicht könnte er sich mit Atubolu um das deutsche Tor streiten. (DFB-Bilanz bisher: Kein A-Länderspiel.)
Armel Bella-Kotchap (Jahrgang: 2001), Abwehr: Die Karriere des Überraschungs-Teilnehmers der WM 2022 ist auf Vereinsebene etwas ins Stocken geraten. Obwohl sein letzter Einsatz im DFB-Trikot aus dem Jahr 2022 datiert, ist mit dem Innenverteidiger mittel- bis langfristig in der Nationalmannschaft zu rechnen. (DFB-Bilanz bisher: Zwei A-Länderspiele, kein Tor.).
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Schwere Vorwürfe gegen ter Stegen – doch eine friedliche Lösung scheint noch möglich

Beim spanischen Top-Klub geizen sie – wie gewohnt – auch in diesem Fall nicht mit Superlativen. Angeblich sei ter Stegen der erste Spieler in der Geschichte des FC Barcelona, der die Weiterleitung seiner privaten Gesundheitsdokumente verweigere. Das schließt wohl auch den Keeper selbst mit ein, der erst in der vergangenen Saison mit einem Patellasehnenriss sieben Monate ausfiel.

Warum der Deutsche aber ausgerechnet jetzt eine Verweigerungshaltung an den Tag legt, bleibt rätselhaft. Möglicherweise löst sich jedoch doch noch alles in Wohlgefallen aus. Für Dienstagnachmittag (5. Juli), spätestens für Mittwoch, soll ein Treffen zwischen den Verantwortlichen und Marc-André ter Stegen anberaumt sein, um die Sache doch noch friedlich lösen zu können. (sch)

Rubriklistenbild: ©  IMAGO/NurPhoto

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