Gerüchte um Nationaltorhüter

Ter Stegen vor unfreiwilligem Barça-Abschied? Keeper spricht über seine Zukunft

Muss Marc-André ter Stegen den FC Barcelona im Sommer verlassen? Am Sonntag redete der deutsche Nationaltorhüter Klartext.

München – Eigentlich sollte es um das anstehende Nations-League-Halbfinale zwischen Deutschland und Portugal (Mittwoch, 21 Uhr) gehen. Hauptsächlich sprach Marc-André ter Stegen auf der DFB-Pressekonferenz am Sonntag aber über seine Situation beim FC Barcelona.

Will der FC Barcelona Marc-André ter Stegen loswerden?

Verantwortlich dafür sind die in Spanien und Deutschland kursierenden Gerüchte über die Pläne des katalanischen Spitzenklubs, ihren langjährigen Torhüter und Mannschaftskapitän zu verabschieden.

Dusche, Tankstelle, Küche: Die skurrilsten Verletzungen im Profifußball

Manuel Neuer feiert die Meisterschaft des FC Bayern auf Krücken
Nathan Ngoumou wird vorerst nicht mehr für Borussia Mönchengladbach spielen
Manuel Neuer wurde im Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und Leverkusen ausgewechselt
Xabi Alonso gewann 2010 mit Spanien die Weltmeisterschaft in Südafrika
Dusche, Tankstelle, Küche: Die skurrilsten Verletzungen im Profifußball

So berichtete Sky Sport, Barça-Präsident Joan Laporta sei bei der Suche nach Spielern, die finanziellen Raum für Neuverpflichtungen schaffen sollen, auf ter Stegen gestoßen. Der sei einer der Spitzenverdiener und müsste sich offenbar keine Sorgen um seine Nachfolge machen. Demnach beschäftigen sich die Blaugrana mit Joan García von Stadt-Rivale Espanyol Barcelona. Die Gespräche zwischen den Klubs und mit dem 24-jährigen Spanier seien im Gange.

Seit 2014 steht ter Stegen beim FC Barcelona unter Vertrag, ein Verkauf nach seiner schwerwiegenden Patellasehnenverletzung im September vergangenen Jahres käme einem jähen Ende gleich. Und seit der Pressekonferenz des DFB steht fest: Einfach so wird der gebürtige Mönchengladbacher seinen Posten nicht räumen.

„Mit mir hat niemand gesprochen, dementsprechend weiß ich nicht, wie sich die Situation darstellt. Ich beschäftige mich auch nicht wirklich damit. Ich weiß, dass ich nächstes Jahr in Barcelona bin, für mich ändert sich die Situation grundsätzlich nicht“, sagte ter Stegen, der einst bei Borussia Mönchengladbach den Durchbruch im Profifußball gefeiert hat.

Ter Stegen hat keine Angst vor Konkurrenzkampf in Barcelona

Auch die Transfergerüchte um Joan García lassen den mittlerweile 33-Jährigen kalt. „Wir hatten auch in den Vorjahren immer tolle Torhüter, es gibt auf jeder Position Konkurrenzkampf“, sagte ter Stegen und betonte: „Barça ist einer der größten Vereine der Welt, da gibt es nun einmal Konkurrenzsituationen. Dass sich Barça immer versucht zu verbessern, ist klar. Ich werde immer versuchen, meine Leistung abzurufen.“

Marc-André ter Stegen denkt nicht an einen vorzeitigen Abschied vom FC Barcelona.

Zumal Gerüchte eben Gerüchte seien und noch keine Transfers vollzogen wurden. „Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, haben wir für die nächste Saison zwei Torhüter, das sind Iñaki Peña und ich“, betonte ter Stegen und bekräftigte: „Jeder, der kommt, wird sich immer dem Konkurrenzkampf stellen müssen. Für mich geht es eigentlich immer um das Gleiche, ich möchte mich immer präsentieren und auf dem Platz stehen.“

Einen Austausch mit Cheftrainer Hans Flick habe es nicht gegeben, doch dafür gebe es auch keinen Grund. Ohnehin freut sich ter Stegen erst einmal auf die Zeit bei der deutschen Nationalmannschaft, nachdem er am 3. Mai sein Comeback in LaLiga gab.

„Ich fühle mich sehr gut. Ich weiß, dass es eine schwere Verletzung war, die ich erlitten habe, aber ich hatte den klaren Fokus darauf, so schnell wie möglich zurückzukommen und auf das gleiche Niveau zu kommen. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, bei der Nationalmannschaft zu sein und dem Team meine Erfahrungen weiterzugeben.“

Was danach kommt, soll auch erst danach eine Rolle spielen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Alberto Gardin

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare