Transfer lässt auf sich warten
Teurer Haken beim Jackson-Transfer: Ergibt der Transfer für Bayern München Sinn?
Der FC Bayern setzt auf Leihgeschäfte. Doch Transfer-Ziel Nicolas Jackson könnte für die Münchner trotzdem mit hohen Kosten verbunden sein.
München – Der Transfersommer neigt sich dem Ende. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Bayern-Bosse rund um Max Eberl nun die Füße hochlegen können. Denn noch immer sucht der FC Bayern München nach Verstärkung. Nach den Absagen einiger Wunschspieler wie Florian Wirtz und Nick Woltemade, der plötzlich vor einem Wechsel nach England steht, soll der Rekordmeister eine neue Strategie fahren.
Dafür sorgte Vereinspatron Uli Hoeneß, als er öffentlich verkündete, der FC Bayern solle in diesem Sommer teure Ausgaben vermeiden und stattdessen zusätzliche Verstärkung per Leihe an die Säbener Straße lotsen. Auch wenn Max Eberl zuletzt betonte, es gäbe „keine dicke Luft“, steht der Sportvorstand mächtig unter Druck. Die neue Lösung: Chelsea-Stürmer Nicolas Jackson. Aber ergibt der Transfer überhaupt Sinn?
Jackson-Transfer dürfte trotz Bayerns Spargebot teuer werden
Rein sportlich betonte Eberl zuletzt, Jackson würde alle Dinge mitbringen, die der FC Bayern München brauche. Der 1,87 Meter große Angreifer ist flexibel einsetzbar. Er kann sowohl die Sturmspitze als auch die Flügel bespielen. Ein Pluspunkt für die durch die Abgänge von Thomas Müller, Leroy Sané, Kingsley Coman und Paul Wanner sowie den Ausfall von Jamal Musiala mächtig ausgedünnte Offensive.
Doch es gibt einen Haken und der wird mächtig teuer. Denn obwohl der FC Bayern eigentlich sparen möchte, fordert der FC Chelsea laut Sky-Informationen eine fette Leihgebühr von 15 Millionen Euro. Dies entspricht 30 Prozent der 50 Millionen Euro Marktwert von Jackson. Zudem müssen die Münchener laut dem Bericht das Jahresgehalt des 24-Jährigen übernehmen. Dieses liegt laut Capology bei rund sechs Millionen Euro.
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Passt der Deal somit in die Sparpläne der Bayern-Bosse? Fraglich. Schließlich investiert der Klub 15 Millionen in einen Spieler, der wahrscheinlich kommenden Sommer wieder weg ist. Deshalb soll auch eine Kaufoption Teil des Leih-Deals werden. Fest steht jedoch auch: Der Markt ist durch jüngste Transfers der englischen Premier League zunehmend aufgebläht. Eine Alternative zu Jackson dürfte somit, so oder so, nicht billig werden.
Bayern München und Jackson sollen sich bereits geeinigt haben. Die Vereine befinden sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge in weit fortgeschrittenen Verhandlungen. Der Deal dürfte dennoch wohl noch einige Tage auf sich warten lassen. Und wer ist schuld? Mutmaßlich Bayern-Wunschspieler Nick Woltemade. Denn statt an die Säbener Straße zieht es den DFB-Stürmer wohl zu Newcastle United auf die Insel.
Damit dürfte der Spieler des VfB Stuttgart ein irres Wechsel-Karussell auslösen, von dem auch Chelsea profitieren möchte. Durch einen möglichen Woltemade-Wechsel dürfte Newcastle endlich grünes Licht für den hochdotierten Transfer von Stürmer und Ex-BVB-Star Alexander Isak erteilen. Chelsea erhofft sich so, dass doch noch ein Premier-League-Klub aus Panik wegen Jackson aktiv wird. Ob das bei 24 Treffern in 65 Premier-League-Partien der Fall sein wird, wird sich zeigen. (fpt)
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