DFB-Kandidat Klopp äußert sich

„Timing nicht perfekt“: Klopp erklärt Hürden bis zum DFB-Job

Jürgen Klopp ist der DFB-Favorit für die Nachfolge von Julian Nagelsmann. Doch noch sind einige Steine aus dem Weg zu räumen, wie Klopp selbst zugibt.

Geht jetzt alles ganz schnell? Am Freitagmittag deutscher Zeit der Rücktritt von Nagelsmann und zeitgleich die Interessensbekundung des DFB für Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer. Doch der Wunschkandidat selbst tritt auf die Euphoriebremse. In erster Linie fehle es an „Zeit“, wie der WM-Experte bei MagentaTV erklärte.

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„Auch jetzt ist das Timing nicht perfekt“, fuhr er fort: „Das liegt daran, dass ich bei Red Bull unter Vertrag stehe. Aber das Timing ist von meiner Seite aus trotzdem besser, als es jemals war. Vor zwei Jahren, als ich in Liverpool aufgehört habe, fehlte mir die Energie für eine weitere Aufgabe. Mittlerweile bin ich mehr als aufgetankt – also, ich bin bereit.“

Klopp vor „intensiven“ Gesprächen: Mit dem DFB und Red Bull

Auf dem Plan stehen also „intensive“ Gespräche: einerseits mit Klopps aktuellem Arbeitgeber Red Bull. „Ich habe mehrfach gesagt, wie gern ich diesen Job mache und bin ein Mensch, der normalerweise Verträge sehr gerne einhält. Ich weiß, dass Oliver Minzlaff der deutsche Fußball sehr am Herzen liegt und er dementsprechend sehr offen für diese Gespräche ist“, blickte der ehemalige BVB-Trainer auf die Unterhaltungen mit dem Red-Bull-Boss voraus.

Auf der anderen Seite stehen die Gespräche mit dem DFB, die womöglich schon während der WM starten. Klopp sind die Schwierigkeiten bewusst: „Die Probleme, die wir in der Nationalmannschaft aktuell haben, hängen natürlich nicht an der Personalie Julian Nagelsmann. Er ist ein außergewöhnlicher Trainer. Deshalb muss man die Gespräche erst einmal abwarten.“

BVB- und Liverpool-Legende, RB-Feindbild und jetzt Bundestrainer: Die Karriere von Jürgen Klopp

Schon als Spieler galt Klopp als verlängerter Arm des Trainers, als Führungspersönlichkeit und Antreiber auf dem Platz. Nach mehreren Jahren bei unterklassigen Vereinen wechselte er 1990 zum FSV Mainz 05. Für die Nullfünfer bestritt er 340 Pflichtspiele, ehe er seine Karriere im Februar 2001 beendete – um in Mainz überraschend den Posten als Cheftrainer zu übernehmen.
Weil die Vereinskasse leer war, implementierte der FSV Mainz 05 im Februar 2001 kurzerhand den noch als Spieler aktiven Jürgen Klopp als Cheftrainer. Sein Debüt auf der Trainerbank endete am 28. Februar 2001 mit einem 1:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg.
Von Beginn an zeigte sich Klopps außergewöhnliche Fähigkeit, Menschen mitzunehmen, Mannschaften zu begeistern und Spieler für gemeinsame Ziele einzuschwören. Obwohl ihm anfangs sogar noch der erforderliche Trainerschein fehlte, gewann Mainz unter Klopp sechs der ersten sieben Partien und schaffte den Klassenverbleib.
Der FSV Mainz 05 schaffte unter Klopp nach drei vergeblichen Anläufen im Jahr 2004 den Aufstieg in die Bundesliga.
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„Wenn die Gespräche beginnen, fängt auch das Kopfkino an. Was könnte man machen? Der deutsche Fußball steht jetzt an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern. Ob das am Ende ich sein werde oder jemand anderes – es ändert nichts daran, dass die Veränderungen notwendig sind“, stellt der 59-Jährige die Prioritäten klar. (phm)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/PA Wire | Martin Rickett

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