„Von keinem die Mutter beleidigt“
Toni Kroos tadelt Gladbach-Bosse für Umgang mit Neuhaus-Video
Florian Neuhaus wird von Borussia Mönchengladbach zu einer Geldstrafe verurteilt und muss vorerst in der U23 trainieren. Toni Kroos äußert Kritik.
Mönchengladbach – Wie Borussia Mönchengladbach vergangene Woche bekannt gab, wurde Florian Neuhaus mit einer Geldstrafe belegt. Darüber hinaus muss der 28-jährige Mittelfeldspieler für vier Wochen bei der U23 trainieren und verpasst damit den Trainingsauftakt bei den Profis.
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Grund dafür: Im Internet tauchte ein Video auf, das Neuhaus im mutmaßlich angetrunkenen Zustand auf Mallorca zeigt. Bevor die Kamera auf den Gladbach-Star schwenkt, fällt die Aussage: „Er ist der schlechteste Manager der Welt.“ Diese Aussage ist jedoch nicht eindeutig Neuhaus zuzuordnen.
Einer der Fans fragt im Anschluss: „Aber warum?“ Neuhaus verrät daraufhin sein Jahresgehalt: „Don Rollo (Sport-Geschäftsführer Roland Virkus, Anm. d. Red.) gibt Florian Neuhaus eins, zwei, drei, vier Millionen.“
Toni Kroos findet Neuhaus-Video „lustig“ und „gar nicht schlimm“
Auf den Wirbel um Neuhaus reagiert nun auch Toni Kroos. Der Weltmeister von 2014 sagt in seinem Podcast Einfach mal Luppen, den er gemeinsam mit seinem Bruder Felix betreibt, er habe das Video „lustig“ und „gar nicht schlimm“ gefunden.
„Wenn man nicht hundertprozentig zufrieden aus einer Saison rausgekommen ist, dann ist das, was der Flo da gesagt hat, wahrscheinlich noch das mit Abstand Harmloseste, was Fußballer ansonsten über Mitspieler, Trainer, Verantwortliche gesagt haben im Urlaub“, so Kroos.
Toni Kroos verteidigt Florian Neuhaus
Der frühere Star von Real Madrid hätte sich gewünscht, dass die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach mit dem Video anders umgegangen wären. „Das wäre mal eine richtig gute Chance gewesen, für so einen Verein zu sagen: Da stehen wir einfach mal drüber“, meint Kroos. „So reden Fußballer und das nicht nur im Urlaub.“ Neuhaus habe „von keinem die Mutter beleidigt“.
Kroos hinterfragt sogar, dass Neuhaus‘ Verhalten vereinsschädigend gewesen sei und sagt: „Da gebe ich Brief und Siegel, dass diese Aussage niemanden schädigt.“ Alle wüssten, dass Neuhaus die Aussagen „am Ballermann mit zwei Promille und nicht in einem Interview“ getätigt habe.
„Da lachen die Leute drüber und Borussia Mönchengladbach wird nach dem Video das gleiche Borussia Mönchengladbach wie vor dem Video sein, auch wenn sie den Spieler nicht suspendieren“, so Kroos. Vereinsbosse würden über Spieler genauso reden und „das ist auch in Ordnung“. Schließlich sei es „Fußballsprache“.
Ob Neuhaus, dessen Vertrag noch bis 2027 läuft, eine Zukunft bei Borussia hat, ist indes fraglich.
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