Weiße Weste
DFB-Star feiert nach 213 Tagen überraschendes Vereins-Comeback
Eine lange Leidenszeit endete bei einem Drittligisten. Wie aus dem Nichts steht ein deutscher Nationalspieler endlich wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz.
Barcelona – Dieses Gefühl durfte Marc-André ter Stegen viel zu lange Zeit nicht mehr verspüren. Der 33-jährige Torhüter fiel monatelang mit einer schweren Patellasehnen-Verletzung aus, stand zuletzt am 18. Mai – also noch in der vergangenen Saison – für den FC Barcelona zwischen den Pfosten. Nun die vielumjubelte Rückkehr.
Im Sechzehntelfinale des spanischen Pokals setzte Barca-Trainer Hansi Flick plötzlich auf ter Stegen. Mit Erfolg, denn der Schlussmann hielt seinen Kasten beim Drittligisten Guadalajara sauber. „Zeigte, dass er ein technisch versierter Torwart ist“, lobte die spanische Zeitung As ter Stegens Auftritt beim 2:0-Erfolg.
Barcelona-Trainer Flick sagt nach ter-Stegen-Rückkehr: „Es war nur für dieses Spiel“
Allerdings muss einschränkend natürlich auch gesagt werden: Der Rückkehrer hatte extrem wenig zu tun. Guadalajara kam nur auf mickrige 17 Prozent Ballbesitz, schoss daher erst in der Schlussphase ganze zweimal auf den Barca-Kasten. Bei diesen Versuchen zeigte sich ter Stegen allerdings hellwach und hielt die weiße Weste.
So durfte die Flick-Elf nach den Treffern von Andreas Christensen (76. Minute) und Marcus Rashford (90.) das glanzvolle Weiterkommen ins Achtelfinale der Copa del Rey bejubeln. Die meisten Blicke und Fragen waren allerdings auf ter Stegen gerichtet. Hansi Flick stellte nach dem erfolgreichen Comeback klar: „Es war nur für dieses Spiel.“
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Ter Stegen, der im Sommer 2014 von Borussia Mönchengladbach zu den Katalanen wechselte, ist mittlerweile nur noch Torhüter Nummer drei beim FC Barelona. Eine Rolle, die besonders mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko als inakzetabel gilt, sollte sich der Schlussmann Hoffnungen auf die Rolle als Deutschlands Nummer eins machen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass Spielpraxis – logischerweise – das A und O für die Position des Stammtorwarts sei. Deshalb gibt es seit geraumer Zeit Gerüchte darüber, dass ter Stegen in der Winterpause wechseln könnte. Das erfolgreiche Pflichtspiel-Comeback könnte jedenfalls weitere Interessenten anlocken.
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