Kommt es zur Vertragsverlängerung?
Trainer Kompany lässt Bayerns Chancen bei Kimmich „deutlich“ steigen
Joshua Kimmich spricht über seine Zukunft beim FC Bayern. Der Einfluss von Trainer Vincent Kompany könnte hierbei entscheidend sein.
München/Mönchengladbach – Trotz einer dominanten Vorstellung benötigte der FC Bayern am Samstagabend im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach einen umstrittenen Elfmeter, um den verdienten Auswärtssieg zu sichern. Mit dem 1:0-Erfolg hielten die Bayern den amtierenden Meister Bayer Leverkusen auf Distanz, vier Punkte beträgt der Vorsprung vor dem Hinrunden-Finale unter der Woche.
Das Duell der beiden Spitzenmannschaften wird die Bundesliga im weiteren Saisonverlauf in Atem halten. Bei den Bayern stehen jedoch auch viele Vertragsfragen im Mittelpunkt. Jamal Musiala hat höchste Priorität, aber auch Joshua Kimmich soll inzwischen unbedingt gehalten werden.
Kimmichs Verbleib beim FC Bayern: „deutlich größer als im Sommer“
In der jüngeren Vergangenheit deutete nicht immer alles darauf hin, dass Kimmichs Zukunft in München liegt. Er fühlte sich vom Verein etwa in den Diskussionen um seine zunächst abgelehnte Corona-Impfung im Stich gelassen und hatte auch sportlich nicht immer den größten Rückhalt. Im Sommer war von einem erheblichen Gehaltsverzicht die Rede, auf den sich Kimmich für einen neuen Vertrag würde einlassen müssen.
Der Verbleib des Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft ist weiter nicht gesichert. Sollte es jedoch zu einer Vertragsverlängerung kommen, wäre der FC Bayern vor allem Vincent Kompany zu Dank verpflichtet. Die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs sei „größer, deutlich größer als im Sommer“, erklärte Kimmich am Samstagabend bei Sky. Auf Nachfrage von Moderator Sebastian Hellmann bestätigte er, dass Cheftrainer Kompany einen entscheidenden Einfluss habe.
FC Bayern spielt unter Vincent Kompany „Fußball, mit dem wir uns identifizieren können“
Kimmich äußerte sich begeistert über die Spielweise unter Kompany: „Ich sehe, wie wir Fußball spielen. Der Trainer macht es sehr, sehr gut. Ganz Deutschland sieht, dass wir in einer anderen Art und Weise Fußball spielen. Es sieht deutlich besser aus.“ Auch das 1:0 in Gladbach habe sich da nahtlos eingefügt. „Wir haben es zu spät entschieden, aber es ist eine Art und Weise von Fußball, mit der wir uns identifizieren können und die Spaß macht.“
Beim FC Bayern hofft man auf einen Domino-Effekt: Eine Verlängerung mit Musiala könnte seinen Kumpel Alphonso Davies zur Unterschrift bewegen. Kimmich möchte ebenfalls wissen, mit wem er in den kommenden Jahren zusammenspielen wird. „Definitiv ist es ein Faktor für uns, wie die Mannschaft in den nächsten Jahren aussieht. Das ist das, was ich meine, wo man den maximalen Erfolg haben kann. Da spielt es eine Rolle, was der ein oder andere macht.“
Bei Kimmich sprechen „sehr viele gute Gründe zur Verlängerung“ bei Bayern
Im Gegensatz zu Musiala können Kimmich, Davies oder auch Leroy Sané derzeit theoretisch mit anderen Vereinen verhandeln, da ihre Verträge am Saisonende auslaufen. Für Kimmich käme dabei nur ein Wechsel ins Ausland infrage. In Mönchengladbach erklärte er, dass sich seine Sichtweise im Laufe der Jahre verändert habe. Es gehe ihm nicht darum, woanders zu spielen, um ein Abenteuer zu erleben.
„Das kann man auch mit 34 Jahren machen, dann natürlich auf einem anderen Level“, sagte Kimmich in der Gladbacher Mixed Zone und verwies etwa auf Mats Hummels, der im Sommer zur AS Rom wechselte. Er selbst wolle aus sportlichen und familiären Gründen die richtige Entscheidung treffen. „Natürlich gibt es sehr, sehr viele gute Gründe zur Verlängerung“, sagte Kimmich.
Die endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Kimmich skizzierte grob, wann damit zu rechnen sei: „Ich spüre gegenüber dem Verein Verantwortung, und bin kein Spieler, der es bis zum Ende zockt. Ich möchte nicht bis Juni, Juli oder auch nur Mai warten.“ Sportchef Max Eberl betonte derweil, dass der FC Bayern vor der „Crunchtime“ in Bundesliga und Champions League Klarheit schaffen wolle.
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