Suche nach Offensivspieler

Eberl gibt nach gescheitertem Jackson-Deal Einblick in die Transfer-Pläne des FC Bayern

Der FC Bayern sucht noch einen Offensivspieler, doch nach dem Scheitern des Jackson-Deals hat Max Eberl nicht mehr lange Zeit.

Augsburg/München – Nach dem 3:2-Sieg des FC Bayern München beim FC Augsburg äußerte sich Sportvorstand Max Eberl in der Mixed-Zone zum aktuellen Stand der Verhandlungen um Nicolas Jackson. „Chelsea hat kurz vor dem Spiel gesagt, dass sie den Spieler gerne zurückhaben wollen, nachdem wir uns gestern geeinigt haben“, sagte Eberl.

Bayern-Sportvorstand Max Eberl.

„Jetzt ist die Situation, dass der Junge hier in München ist, wir ihn aber zurückschicken. Das ist jetzt Stand der Dinge, in die Zukunft kann ich nicht gucken. Ich bin jetzt nicht in der handelnden Position. Wir hätten gerne den Medizincheck gemacht und den Vertrag unterschrieben, aber das geht jetzt nicht“, so der Sportvorstand des FC Bayern weiter.

FC Bayern sucht weiter eine Verstärkung für die Offensive

Obwohl der Berater von Jackson meinte, dass sie in München bleiben wollen, ist das keine Option, wie Eberl klarmachte: „Wir sagen dem Spieler und dem Berater, dass sie zurück nach London müssen. Wir haben keinen unterschriebenen Vertrag, auch wenn wir uns geeinigt haben. Er hat Vertrag beim FC Chelsea.“

Ob es noch Resthoffnung gibt, den Spieler zu verpflichten, ließ Max Eberl offen: „Momentan ist das der Stand. Was ich tue und wie ich mich bemühe, das werde ich jetzt nicht hier kommentieren.“ Sollte es nicht doch noch klappen mit einem Transfer von Nicolas Jackson, hat der FC Bayern nicht mehr viel Zeit, einen anderen Kandidaten zu verpflichten.

Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
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„Wir haben jetzt noch 48 Stunden. Es ist jetzt keine Situation, mit der man wirklich geplant hat, wir werden aber auch dafür eine Lösung finden. Erst einmal überlegen wir, ob wir handeln. Solange wir handeln können, werden wir überlegen, ob wir noch was machen. Wenn wir dann entscheiden, nichts mehr zu machen, dann ist das eine Entscheidung.“

Der Wunsch ist aber ganz klar, bis zum Ende der Transferfrist noch einen Spieler zu verpflichten. „Ich habe gesagt, dass wir in der Offensive nicht die Möglichkeiten haben, zu reagieren. Wenn ich den Kader von letzter Saison sehe, dann fehlt uns etwas, um neue Impulse bringen zu können. Ich habe meinen Auftrag und den versuche ich umzusetzen.“ Der Plan für die nächsten 48 Stunden? „Die Ruhe bewahren, klare Gedanken zu haben, keinen Aktionismus betreiben. Wir werden klar bereden mit Vincent und Christoph, was wir tun und was noch möglich ist.“ (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto

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