Ruhe auf dem Transfermarkt
Transfererlöse unvermeidbar? Gladbach droht Verlust von Abwehrchef
Beim Transfergeschäft hält sich Borussia Mönchengladbach noch zurück. Überraschenderweise könnte der Abschied von Nico Elvedi dies ändern.
Mönchengladbach – Einen Monat vor dem Pflichtspielstart in die neue Saison bleiben die Transferaktivitäten von Borussia Mönchengladbach überschaubar. Mittelfristig hat sich der Klub seinem Fokus auf die Jugendarbeit verschrieben, doch für kurzfristige Impulse kommen offenbar auch schmerzhafte Verkäufe in Betracht.
Borussia auf dem Weg zurück zum „Fohlenfußball“
Nach einer biederen Rückrunde und Platz zehn in der Abschlusstabelle, steht die Borussia vor dem Beginn einer neuen Ära. Die Ausrichtung der kommenden Jahre steht im Zeichen der „Rückkehr zum Fohlenfußball“, wie Geschäftsführer Dr. Stefan Stegemann jüngst verkündete. Dazu passt auch die Verpflichtung von Mittelfeldjuwel Jens Castrop aus Nürnberg sowie die Leih-Rückkehr von Oscar Fraulo und Grant-Leon Ranos.
Um den Kader für die kommende Spielzeit weiter aufzuwerten, muss es hierbei jedoch nicht bleiben. Die dafür benötigten Transfererlöse könnte dabei Dauerbrenner und Abwehrchef Nico Elvedi erzielen.
Karl war der Letzte: Diese deutschen Nationalspieler feierten ihr Debüt unter Julian Nagelsmann




Dauerbrenner Elvedi vor dem Absprung? Borussia auf Transfererlöse angewiesen
Seit mittlerweile zehn Jahren steht Elvedi in Diensten des VfL. Trotz wiederkehrender Abschiedsgerüchte blieb der Schweizer der Fohlenelf bislang treu – sein Vertrag läuft noch bis 2027. Zuletzt war es ruhig geworden um den 28-Jährigen, ein dauerhafter Verbleib am Niederrhein scheint dennoch offen.
Mit 328 Pflichtspielen (17 Tore, 10 Vorlagen) gehört Elvedi längst zu den dienstältesten Profis im Kader. Die Marke von Yann Sommer, der als Rekord-Ausländer des Vereins auf 335 Einsätze kommt, ist in Reichweite. Dennoch ranken sich erneut Spekulationen um einen möglichen Wechsel.
Wie der kicker berichtet, ist Elvedi zwar fest für die neue Saison eingeplant. Sollte der Klub den Innenverteidiger jedoch auf den Markt bringen, könnte ein Verkauf dringend benötigte Einnahmen generieren. Dass Borussia auf Transfererlöse angewiesen ist, um selbst aktiv zu werden, hatte Stegemann bereits bestätigt.
Elvedi statt Itakura? Zweistellige Millionensumme in Sicht
Ursprünglich war ein Transfer von Elvedis Nebenmann Ko Itakura angedacht. Da der Japaner seinen bis 2026 laufenden Vertrag wohl nicht verlängern will, sollte er zu Geld gemacht werden. Konkrete Interessenten lassen laut kicker bislang jedoch auf sich warten – ähnlich wie im Fall Elvedi. Beide Innenverteidiger dürften im Falle eines Verkaufs eine niedrige zweistellige Millionensumme einbringen.
Dass der Rechtsfuß dennoch Teil der Wechselgerüchte ist, dürfte auch an einer Aussage liegen, die Elvedi im Februar gegenüber dem Schweizer TV-Sender SRF tätigte: „Es wird wohl nach dieser Saison erneut ein Thema sein. Ich habe das offen kommuniziert. Wenn sich etwas ergibt, schaue ich mir das an.“ (nki)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Maik Hölter/TEAM2sportphoto
