„Unsere Priorität“

Triple-Sieg des FC Bayern? Kompany spricht schon vom nächsten Titel

Vincent Kompany will nicht nur die Bundesliga und die Champions League gewinnen. Der Cheftrainer des FC Bayern spricht bereits vom nächsten Titel.

München – In der Bundesliga befindet sich der FC Bayern auf Kurs Richtung Meisterschaft. In der Champions League treffen die Münchner im Achtelfinale auf Bayer 04 Leverkusen – der Traum vom „Finale dahoam“ und Henkelpott-Sieg in der Allianz Arena lebt.

Cheftrainer Vincent Kompany träumt vom Gewinn beider Titel, hat aber schon einen weiteren im Visier. Vom 15. Juni bis 13. Juli steigt in den USA die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft. Mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund nehmen zwei Vereine aus der Bundesliga teil, insgesamt sind 32 Teams aus aller Welt vertreten.

„Unsere Priorität“: Kompany erklärt Klub-WM-Titel zum Ziel

Für den FC Bayern sei „jeder Pokal wichtig“, verdeutlicht Kompany in einem FIFA-Interview. So wollen die Münchner auch die Klub-WM gewinnen. „Wenn wir nach Amerika kommen, wird das unsere Priorität sein“, betont Kompany. „Je näher das Turnier kommt, desto mehr sieht man, wie die Vorfreude wächst.“

Zumal der FC Bayern mit der Bundesliga, der Champions League und der Klub-WM die Aussicht auf das Triple hat!

Vincent Kompany will nicht nur die Bundesliga und die Champions League gewinnen.

Der Chefcoach des deutschen Rekordmeisters freut sich vor allem auf einen Gegner: die Boca Juniors. Neben dem argentinischen Top-Klub treffen die Münchner in der Gruppenphase auf Auckland City FC (Neuseeland) und Benfica (Portugal).

„Ich hoffe, dass es ein schöner Moment für unsere Fans wird, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es in jedem Fall ein großer Fußballmoment für alle Fans sein wird“, so Kompany, der sicher ist, „dass es an Leidenschaft für dieses Turnier nicht mangeln wird“.

Kompany erlebt „besondere Saison“ beim FC Bayern

Der 38-Jährige ist erst seit Saisonbeginn Cheftrainer des FC Bayern. Bis dato sei es für ihn „eine besondere Saison“. Anpassungsprobleme hatte er in München eigenen Angaben nach nicht. „Ich kam nicht in eine Umgebung, in der ich mich fremd fühlte, sondern in eine, in der ich aufgewachsen bin und deren Herausforderungen ich bereits kannte“, so Kompany.

Schon als Kapitän von Manchester City trug er Verantwortung. Der ehemalige Innenverteidiger stand von 2008 bis 2019 in 360 Pflichtspielen für die Citizens auf dem Rasen und gewann während dieser Zeit viermal die Premier League sowie zweimal den FA Cup.

Kompany sieht „keinen großen Unterschied“ zu ManCity

Seine Erfahrung helfe ihm, nachvollziehen zu können, „was meine Spieler motiviert, was ihre Ambitionen sind und was ihre einfachen Sorgen sind“. Er habe beim FC Bayern „auch das Glück, eine sehr gute Gruppe zu haben, die gerne Zeit miteinander verbringt. Ich weiß, wie wichtig es ist, diese Dynamik zu bewahren“.

Kompany folgt auf Tuchel: Alle Bundesliga-Trainer des FC Bayern

Vincent Kompany (ab 1. Juli 2024): Offiziell wird Vincent Kompany den FCB erst ab der Saison 24/25 übernehmen, vorgestellt wurde der Tuchel-Nachfolger aber schon Ende Mai. Zuvor coachte der langjährige Weltklasse-Innenverteidiger den FC Burnley und RSC Anderlecht.
Thomas Tuchel (24.03.2023 bis 30.06.2024): Im März 2023 wurde Thomas Tuchel überraschend während einer Länderspielpause als Trainer des FC Bayern verpflichtet. Er folgte auf den zuvor beurlaubten Julian Nagelsmann.
Julian Nagelsmann (01.07.2021 bis 23.03.2023): Mit gerade mal 33 Jahren übernimmt der Trainer-Emporkömmling den deutschen Rekordmeister. Zwei Super-Cup Siege und eine Meisterschaft reichen in der Summe jedoch nicht aus, die Arbeit weiter fortsetzen zu können. Im März 2023 wird er während einer Länderspielpause überraschend freigestellt.
Hansi Flick (03.11.2019 bis 30.06.2021): Unter Flick gewinnt der FC Bayern wieder alles, was es zu gewinnen gibt. Champions-League, Klub-WM, UEFA-Super-Cup, zwei Meisterschaften, einen Pokal- und einen Super-Cup-Sieg hinterließ Flick dem Klub, bevor es ihn zum DFB zog.
Kompany folgt auf Tuchel: Alle Bundesliga-Trainer des FC Bayern

Er könne sich mit seinen Spielern beim FC Bayern „genauso identifizieren“ wie damals mit seinen Mitspielern bei Manchester City. Für ihn gebe es daher „keinen großen Unterschied zur Kabine bei City und das ist definitiv ein Vorteil“.

Für Kompany sei der FC Bayern trotz seiner globalen Strahlkraft „ein sehr traditioneller Verein“. Denn: „Was auch immer der FC Bayern München macht, es ist und bleibt der FC Bayern, den die Leute aus den 90er-, 80er-, 70er- oder 60er-Jahren kennen.“ Im Verein werde „diese Tradition“ jeden Tag gelebt, daneben gebe es „klare Werte“, so Kompany, „das macht den Klub so besonders“.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Maximilian Koch

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