Nach WM-Blamage
Millionen-Vertrag beim DFB: Tritt Nagelsmann deshalb nicht zurück?
Das frühe WM-Aus der deutschen Mannschaft hat Bundestrainer Julian Nagelsmann sprachlos gemacht. Wie geht es mit ihm weiter?
Zwölf Jahre sind seit dem historischen WM-Triumph der deutschen Nationalmannschaft vergangen. Erklomm das Team 2014 noch den internationalen Thron, ist die jüngste Tendenz alarmierend. Nach dem zweimaligen Vorrunden-Aus scheiterte die Elf von Julian Nagelsmann bei der WM 2026 (hier geht’s zum kompletten Spielplan) im Sechzehntelfinale an Paraguay. Der Bundestrainer war ebenso enttäuscht wie sprachlos.
TV-Experte Tobias Schweinsteiger legte dem Ex-Bayern-Coach einen Rücktritt nahe. Sein Favorit auf die Nachfolge: Jürgen Klopp. Der wiederum soll sich mit dem Gedanken an den Job des Bundestrainers längst angefreundet haben. Doch Nagelsmann bekräftigte unmittelbar nach dem Ausscheiden: Ein Rücktritt aus freien Stücken kommt für ihn nicht infrage.
Tritt Nagelsmann nach WM-Debakel aus finanziellen Gründen nicht zurück?
„Wenn der DFB es möchte, bereite ich sehr gerne die EM und die Nations League vor. Wenn sie das nicht möchten, müssen sie es mir sagen. Das sage ich den Verantwortlichen. Natürlich haben sie mit mir kurz gesprochen und mich getröstet, wie sie es auch bei allen Spielern gemacht haben. Aber ich glaube, es wäre skurril, wenn sie jetzt zwei Minuten nach dem Ausscheiden mit mir Vertragsgespräche führen“, so Nagelsmann.
Und weiter: „Die drei Herren wissen, was ich für ein Trainer bin. Und wenn sie die Überzeugung haben, dass das das Richtige ist, dann werden sie mir das sagen. Und wenn sie die Überzeugung haben, dass ein anderer das besser macht, dann werden sie mir das auch sagen.“ DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte an, die Geschehnisse aufarbeiten und dann entscheiden zu wollen, wie es weitergeht.
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Der Vertrag von Nagelsmann läuft noch bis Sommer 2028. Brisant: Sein Gehalt liegt bei sieben Millionen Euro pro Jahr. Würde er zurücktreten, stünden 14 Millionen auf dem Spiel. Sollte sich die DFB-Führung allerdings zu einem radikalen Schritt entscheiden, würde sein Arbeitspapier weiterlaufen – und auch die Millionen fließen nach wie vor. Wer das deutsche Team auf die EM 2028 vorbereiten wird, soll schon in einigen Tagen bekanntgegeben werden. (is)
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